Pamir. Die Geschichte des Untergangs [Ant.2010.05.]
Es war die größte Schifffahrtskatastrophe der jungen Bundesrepublik: Der Untergang der „PAMIR“ am 21. September 1957. Das tragische Ende des Großseglers war aber mehr als eine reine Seefahrtstragödie. Auch heute, nach nun fünf Jahrzehnten, gehört der Untergang des Fracht fahrenden Segelschulschiffs, eines Schwesterschiffs der berühmten PASSAT, zu den prägenden Ereignissen im jungen Nachkriegsdeutschland.
Die offizielle Erklärung ist umstritten. Fest steht, dass von den 86 Besatzungsmitgliedern nur sechs überlebten. Zu ihnen gehört Karl-Otto Dummer, dessen Buch über die letzten Tagen der Pamir berichtet. Akribisch beschreibt er, was vor dem Untergang auf dem Viermastsegler geschah. In eingeschobenen Kapiteln versucht er außerdem Ursachen zu finden - die offizielle Erklärung lautet, dass das Verrutschen der unzureichend verstauten Ladung während eines Sturms den Untergang auslöste.
Das Buch ist äußerst übersichtlich gegliedert und auch für Laien auf diesem Gebiet leicht verständlich geschrieben. Die Tragik dieses unvermeidlichen Endes der Pamir kommt sehr gut rüber aber es ist nicht überschwänglich sondern sachlich geschrieben. Beweise und Berechnungen werden dargebracht und fließen in den Text ein. Auch die Gedanken und Gefühle kommen nicht zu kurz, also ein rundum komplettes Werk über dieses Schiff und sein leider so schreckliches Ende.
Karl-Otto Dummer: "Pamir – Die Geschichte des Untergangs", April 2007, 300 Seiten, Delius Klasing Verlag, Zustand wie neu
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