Volvo Ocean Race: Dritte Etappe gestartet
13.12.2008 | RegattaGeteilte Meinung über die beste Route der Boote um sich vom Starthafen Cochin abzusetzen.
Die dritte Etappe des Volvo Ocean Race 2008/09 wartet mit einigen Neuerungen auf. Nicht nur die 1.950 Seemeilen von Cochin nach Singapur sind Neuland, auch die Richtung ist ungewöhnlich: gesegelt wird von West nach Ost. Die Boote streifen dabei auch die südlichen Ausläufer des Nord-Ost Monsuns.
Noch unmittelbar vor dem Start hatten sich die Skipper aller Mannschaften in Bescheidenheit und Demut geübt. “Wäre ich ein Zocker, würde ich keine Wetten auf dieses Rennen abschließen. Auf dieser Etappe gibt es absolut keinen Favoriten”, meinte Ken Read von “PUMA”. “Auf uns kommen besonders in der Straße von Malakka viele Herausforderungen zu. Dort gibt es viele Sandbänke und andere Schiffe. Glück könnte entscheiden, oder auch eine Wolke”, sagte Torben Grael von “Ericsson 4″.
Die Zwischenwertung der Etappe wird vor der indonesischen Insel Weh abgenommen. Sechs Stunden nach dem Start zur dritten Etappe des Volvo Ocean Round the World sind die zwei Gruppen, die auf unterschiedlichen Kursen Richtung Singapur gestartet sind, nach 100 Meilen bereits sieben Meilen voneinander entfernt.
Die Flotte macht auf dem Anfang zum 1.950-Meilen-Sprint nach Singapur mit 12 Knoten Geschwindigkeit gute Fahrt. Die Führung der Gruppe, die den offshore-Kurs genommen hat, hat Puma übernommen, gefolgt von Telefonica Blue, den Ericsson-Zwillingen und Delta Lloyd.
Der erstmalige Stopover in Cochin war nach Angaben der Veranstalter ein voller Erfolg. Mehr als 800.000 Menschen besuchten das Race Village während des Zwischenstopps, wobei allein an einem einzigen Sonntag 108.000 Besucher gezählt wurden. So überwältigend gestaltete sich auch der Abschied der Flotte aus Cochin, den sich 60.000 Besucher nicht entgehen ließen, begeleitet von einer großen Flotte von Schiffen.
“Wir hatten einen großartigen Abschied von den Menschen in Cochin”, sagte Telefonica Blue Skipper Bouwe Bekking. “Wir hatten einen guten Start, aber PUMA hat ihre Nase nur eine halbe Bootslänge voraus gehabt und das machte es für uns ein bisschen schwierig, denn damit diktierte Puma unseren Kurs. Nun folgen wir einfach.“
Kurz vor dem Start der dritten Etappe des Volvo Ocean Race gab es an Bord des “Team Russia” einen wichtigen Wechsel. Besitzer Oleg Zherebtsow verlässt die Mannschaft wegen geschäftlichen Verpflichtungen. Der Russe muss sich um seine Supermarkt-Kette “Lenta” kümmern. Neu im Boot ist damit Scott Gray. “Beim Volvo Ocean Race dabei zu sein, war immer mein Traum. Auch wenn ich natürlich gerne das gesamte Rennen dabei wäre, bin ich für diese Chance dankbar”, freute sich der 26-Jährige Schotte.



