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Vendée Globe: Auch Stamm gibt auf

13.12.2008 | Regatta

Die Kette an Havarien bei der Vendée Globe reißt nicht ab.

(KK) Der Schweizer Bernard Stamm funkte seiner Landcrew, daß er Probleme mit Ruder hat. Stamm stellte eine übermäßige Abnutzung am Rudersystem fest. „Ich muss damit rechnen, dass etwas bricht und damit wäre ich manövrierunfähig. Zu diesem Zeitpunkt der Weltumsegelung dürfte die Abnutzung nicht diesen Zustand aufweisen” so Stamm in seinem Funkspruch.

Stamm wird nun unter zwei Reffs bis nach Fremantle (Australien) segeln, und wird versuchen, eventuell alleine, den Regeln entsprechend, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben. So könnte er das Rennen fortführen.

Schon kurz nach dem Start der Vendée Globe in Les Sables d’Olonne vor fast 34 Tagen, kollidierte Stamm mit einem Schiff und beschädige sein Bugspriet so sehr, dass er zurücksegeln, und den Schaden reparieren musste. Mit Rang 12 gelang ihm aber noch eine bemerkenswerte Aufholjagd. Eine Ironie des Schicksals ist es, dass beide Schweizer Skipper nach dem Start in Les Sables d’Olonne Probleme hatten und erst mit Verzögerung dem Feld hinterher segeln mussten und nun nach 33 Tagen und rund 10.000 Meilen Strecke doch noch aufgeben müssen.

Unterdessen ist sein Landsmann Dominique Wavre, der einen Bruch am Kiel gemeldet hatte, auf den Kerguelen in der Bay of Morbihan eingetroffen. Der Schaden am hydraulischen Kippkiel kann mit Bordmitteln nicht repariert werden. Damit ist auch für ihn das Rennen zu Ende.

Nach 34 absolvierten Tagen des härtesten Segelrennens der Welt sind von den ursprünglich 30 gestarteten Booten nur noch 22 im Rennen. Vor ihnen liegen noch, je nach Position, bis zu 17.000 Seemeilen.

Die Non-Stop-Weltumsegelung Vendée Globe ist nach dem America’s Cup die prestigeträchtigste Regatta im Segelsport. Sie führt von der französischen Atlantikküste rund um die Antarktis. Die rund 25.000 Seemeilen (47.000 Kilometer) gilt es ohne fremde Hilfe zu absolvieren und ohne Land zu betreten.

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