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Größere Yachten im Fokus

9.05.2017 | Markt

Neue Erkenntnisse durch Marktdatenstudie

Es gibt ein wachsendes Käuferpotential für Segel- und Motorboote, und Segler planen größere und teurere Boote zu kaufen. Im Motorbootbereich werden dagegen trailerbare Boote über fünf Meter Länge favorisiert. Das geht aus den Ergebnissen der Marktdatenstudie 2017 hervor, die der Delius Klasing Verlag zum 19. Mal in Auftrag gegeben hatte. 9.438 Leserinnen und Leser der Zeitschriften YACHT (verkaufte Auflage laut IVW-Angabe 39.659) und BOOTE (Auflage 25.248 hatten sich an der Studie beteiligt. Sie wurde vom Marktforschungsinstitut Market Research aus Neuhausen bei Stuttgart durchgeführt und während der boot in Düsseldorf vorgestellt.

Bei den YACHT-Lesern äußern laut aktueller Marktdatenstudie 19 Prozent der Teilnehmer in den nächsten drei Jahren eine konkrete Kaufabsicht. 31 Prozent sind sich noch unschlüssig, ob sie in den nächsten drei Jahren ein neues Schiff erwerben wollen. Daraus ergibt sich – wie im Vorjahr – ein konstant hohes Käuferpotenzial von 50 Prozent. Bei den Motorbootfahrern geben 29 Prozent der Befragungsteilnehmer an, in den nächsten drei Jahren ein Motorboot kaufen zu wollen, 35 Prozent sind sich noch nicht ganz sicher. Das Käuferpotenzial der Motorbootfans liegt somit bei 64 Prozent (2015: 62 Prozent).
Bei den geplanten Kaufabsichten nach Rumpflänge zeigt die aktuelle Studie ein gestiegenes Interesse an größeren Segelyachten. 36 Prozent der YACHT-Leser (mit Kaufabsichten) planen ein neues Segelboot über zwölf Meter Länge zu kaufen (plus fünf Prozent zu 2015), bei den geplanten Käufen im Gebrauchtboot-Segment sind es 23 Prozent, ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. BOOTE-Leser schauen dagegen mittlerweile auch verstärkt nach kleineren Schiffen. 33 Prozent (plus zwölf Prozent zu 2015) gaben bei den Neukaufabsichten an, nach einem Motorboot von fünf bis sieben Metern zu suchen. Die größeren Motoryachten werden dagegen laut Studie etwas weniger nachgefragt. Während 2015 noch 43 Prozent der BOOTE-Leser mit Kaufabsichten ein gebrauchtes Schiff mit über zehn Meter Länge kaufen wollten, sind es aktuell nur noch 37 Prozent.

Laut Studie sind die Motorbootfahrer bereit, für ein neues Boot durchschnittlich 187.829 Euro auszugeben (plus 110 Prozent seit 2000). Die Segelsportler planen, für ein neues Segelboot ebenfalls tief in die Tasche zu greifen, nämlich durchschnittlich 278.522 Euro (plus 95 Prozent seit 2000).

Bei den Gebrauchtbooten ist die Ausgabebereitschaft für die kommenden drei Jahre sowohl bei den Seglern mit 82.182 Euro (plus 29 Prozent seit 2000) als auch bei den Motorbootfahrern mit 73.958 Euro (plus 24 Prozent seit 2000) im Vergleich zur Umfrage vor 17 Jahren gestiegen.
Grundsätzlich ist für alle Teilnehmer der Marktdatenstudie die Qualität (über 80 Prozent bei Seglern und Motorbootfahrern) eines Schiffes das wichtigste Kriterium für den Kauf einer neuen oder gebrauchten Segel- oder Motoryacht, gefolgt von Preis, Fahreigenschaften, Optik und Komfort. Auch das Image der Werft kann am Ende die Kaufentscheidung mit beeinflussen.

Der Yachtcharterbereich erfreut sich weiterhin bei Seglern und Motorbootfahrern einer wachsenden Beliebtheit. Aufgrund der teilweise recht unsicheren politischen Situation in einigen Ländern, nutzen viele Wassersportler allerdings verstärkt Charterangeboten vor der Haustür.
77 Prozent der YACHT-Leser (2015: 74 Prozent) beantworteten die Frage, ob sie schon einmal ein Boot gechartert haben, positiv. Bei den BOOTE-Lesern sind es 65 Prozent (2015: 58 Prozent). Als bevorzugtes Charterrevier liegt bei den Motorbootfahrern weiterhin Deutschland unangefochten auf Platz eins. Auf den weiteren Rängen folgen bei den BOOTE-Lesern Kroatien, Holland, Frankreich und Spanien. Die YACHT-Leser unternehmen ihre Chartertörns, ebenso wie Motorbootfahrer, am liebsten in heimischen Gewässern. Aber auch die Segelreviere in Kroatien, Griechenland, Italien und Holland stehen hoch im Kurs. Ein Motorbooturlaub dauert durchschnittlich 1,1 Wochen. Die Ausgaben liegen im Durchschnitt bei 2.771 Euro. Bei den Seglern beträgt die Länge des Charterurlaubs 1,4 Wochen, die Kosten betragen im Durchschnitt 3.346 Euro.

 

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