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Pirouetten auf der Elbe mit 3.000 PS

30.04.2017 | Veranstaltungen

Größtes Hafenfest der Welt: Schunkelnde Schlepper beim 828. Hafengeburtstag Hamburg.

Ihr Tanzparkett ist die Elbe. Sie schunkeln zu Walzerklängen und begeistern das Publikum mit eleganten Drehungen zu den Melodien bekannter Hits – das weltweit einzigartige Schlepperballett ist für viele Besucher einer der absoluten Höhepunkte des Hafengeburtstag Hamburg. Die fünf bulligen Kraftpakete bitten am Samstag, 6. Mai, ab 18:00 Uhr auf Höhe der Landungsbrücken zum Tanz. Das größte Hafenfest der Welt präsentiert vom 5. bis 7. Mai rund um die Landungsbrücken, in der HafenCity und der Speicherstadt, am Fischmarkt und im Museumshafen Oevelgönne ein vielfältiges maritimes Programm für die ganze Familie.

Auf das richtige Timing kommt es an

Verantwortlich für die Choreographie des Schlepperballetts ist Kapitän Michael Schnabel. Der 53-jährige Hafenlotse arbeitet seit 2004 im Hamburger Hafen und hat vor vier Jahren die Koordination des Schlepperballetts übernommen. „Wir möchten den Besuchern zeigen, dass sich die Schlepper auch elegant und leicht wie Tänzer bewegen können, und das sogar auf einem fließenden Gewässer wie der Elbe“, erklärt Michael Schnabel. Normalerweise sorgen die bis zu 3.000 PS starken Hafenschlepper im Hamburger Hafen dafür, dass der Schiffsverkehr reibungslos läuft und Containerriesen und andere Wasserfahrzeuge sicher ein- und wieder auslaufen können.

Doch einmal im Jahr präsentieren sich die treuen Helfer vor einem großen Publikum von ihrer unterhaltsamen Seite und zeigen, was noch alles in ihnen steckt. Der entscheidende Faktor für eine gelungene Choreographie beim Schlepperballett ist das richtige Timing. Alle Figuren starten gleichzeitig, die Seitenabstände und die Fahrgeschwindigkeit müssen stimmen, auch ein gutes Rhythmusgefühl ist wichtig. „Es ist schon toll, was die Schlepperkapitäne leisten. Das erfordert großes fahrerisches Können“, zollt Michael Schnabel den Akteuren ein Lob.

Bekannte Melodien zum Mitsingen und Klatschen

Viel Zeit verwendet der Koordinator des Schlepperballetts auf die Auswahl der Musik, die jedes Jahr variiert. Insgesamt 27 Titel hat er auf seiner Liste stehen. „Das bedeutet nicht, dass auch jedes Lied gespielt wird. Ich mache die finale Auswahl davon abhängig, wie die Stimmung bei den Zuschauern ist und entscheide dann kurzfristig, welcher Titel als nächstes kommt. Dafür ist natürlich eine genaue Abstimmung mit den Schlepperkapitänen und dem Verantwortlichen an der Musikanlage notwendig“, erläutert Michael Schnabel. „Besonders schön ist es, wenn die Besucher bei Titeln mitsingen und klatschen.“

In diesem Jahr stehen die Themen Klassik und Filmmusik im Mittelpunkt. Bekannte Stücke wie die „Moldau“ von Bed?ich Smetana, „La Traviata“ von Guiseppe Verdi und Carl Orffs „Camina Burana“ wechseln sich mit Hits aus Blockbustern wie „Fluch der Karibik“ und „Forrest Gump” ab. Auch Ennio Moricones „Spiel mir das Lied vom Tod“ aus dem gleichnamigen Kultwestern steht auf der Liste. Dazwischen werden zur Auflockerung Rocksongs wie Nazareths „Dream on“, Shantys wie „Rolling Home“ von De Tampentrekker und Evergreens wie „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ von Hans Albers gespielt.

„Mein Musikgeschmack hat sich in den vergangenen Jahren durch das Schlepperballett spürbar verändert. Ich höre zum Beispiel jetzt öfter mal Klassik-Radio und bin das ganze Jahr über auf der Suche nach geeigneten Titeln, die gut zu den Figuren der Schlepper passen“, erklärt Michael Schnabel. Eines seiner Lieblingsstücke ist der „Walzer Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch.

Von Beethoven bis zu Heidi Kabel

Aufgereiht wie eine Entenfamilie laufen die Hafenschlepper von Westen kommend zu den ersten Takten von Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie ein. Beim Eröffnungslied aus dem Film „Fluch der Karibik“ beziehen sie ihre Startpositionen vor den Landungsbrücken. und halten zu Carl Orffs „Carmina Burana“ auf die dort stehenden Besucher zu, bevor sie wieder abdrehen und sich erneut formieren.

Jede Tanzfigur beginnt mit einem neuen Titel. Die Schlepper fahren eine 8, bilden einen Stern, den sie dann wieder auflösen, um anschließend Nase an Nase nach Pjotr Tschaikowskis „Schwanensee“ einen Paartanz aufzuführen. Eine besondere Herausforderung für die Kapitäne ist die Slalomfahrt. Hierbei bilden drei Schlepper als „Slalomstangen“ einen Parcours, den die anderen Schlepper durchfahren müssen. Sollte ein Schlepper ausfallen, stünde ein Feuerlöschboot als „Ersatz-Slalomstange“ zur Verfügung. Zum stimmungsvollen Abschluss des Schlepperballetts bilden die kleinen Kraftprotze einen Kreis und verabschieden sich mit Heidi Kabels Klassiker „In Hamburg sagt man Tschüss“.

Willkommen an Bord!

Viele andere Wasserfahrzeuge laden zu einem Besuch an Bord ein und bieten auch die Möglichkeit, bei den Paraden mitzufahren. Eine Übersicht und weitere wertvolle Tipps rund um das größte Hafenfest der Welt gibt es unter www.hamburg.de/hafengeburtstag oder täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Hotline der Hamburg Tourismus GmbH: 040 30051300.

APPsolut informiert

Die App zum Hafengeburtstag Hamburg bietet Besuchern alle Informationen zum Hafenfest der Superlative im Taschenformat und ist kostenfrei über iTunes und Google Play verfügbar. Auch ohne Internetverbindung können viele Funktionen der Gratis-App genutzt werden

Der Hafengeburtstag Hamburg dankt dem Sponsor AIDA Cruises. Dank seiner Unterstützung begeistert das größte Hafenfest der Welt jedes Jahr aufs Neue mehr als eine Million Besucher aus aller Welt.

 

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Segeln mit kleinen Kreuzern. Im Jahr 1974, als dieses Buch aufgelegt wurde, war es endlich so weit, dass ein kleiner Küstenkreuzer nicht teurer war als ein Auto. Das bewegliche Heim der Fahrtensegler für Wochenende und Urlaub war für Viele erschwinglich geworden. Die so genannten „Westentaschen-Kreuzer“ hatten Hochkonjunktur. Wer sich jedoch sicher auf den Planken eines Fahrtenkreuzers bewegen will, muss Erfahrungen mitbringen oder sie auf dem Boot sammeln – das gilt auch heute noch.
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