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Trickkiste für Segler: Achterleine, Ankerboje, Nachtlicht

27.04.2017 | Bücher

Tipps und Tricks, die das Leben an Bord leichter machen.

Die Sportboothäfen an der Küste und im Binnenland präsentieren sich als wahre Erfindermessen. Die Kreativität von Bootseignern scheint endlos zu sein, wenn es darum geht, sich etwas einfallen zu lassen, um zu segeln, zu motoren und das Leben an Bord zu optimieren.

Es geht den Skippern genauso um die Sicherheit an Bord wie um einen größeren Komfort und mehr Effektivität beim Segeln. Dass dabei manchmal Ideen verwirklicht werden, deren Sinn erst beim zweiten Blick deutlich wird, zeigt, dass auf den Booten heftig nachgedacht wird.

 

Lange Achterleine zum Ablegen

Eine am Luvheckpfahl auf Slip gelegte Leine macht das Ablegen in engen Marinas einfach. Diese Doppelleine muss etwa einen Meter länger sein als die Bootslänge. Das mit dem Bug zur Brücke weisende Boot wird langsam rückwärts aus der Box gefahren. Dabei gibt ein Crewmitglied die um den Heckpfahl gelegte Leine nach, bis das Boot am Leeheckpfahl vorbei schwenken kann. Das Ruder ist dabei so gelegt, dass das Herumschwenken gefördert wird. Wird jetzt die Leine an Bord belegt und weiter langsam rückwärts gefahren, bewegt sich der Bug um 90 Grad nach Lee. Bevor jetzt vorwärts gegeben wird, muss die Leine freigegeben werden. Das sollte zügig geschehen, damit sie nicht in die Schraube geraten kann.

Ankerboje, aber richtig

Was nützt eine Ankerboje, wenn sich der Wasserstand geändert hat? Fast nichts, denn sie erfüllt ihren Zweck nicht mehr, genau anzuzeigen, wo der Anker unter Wasser liegt. Segler in Skandinavien haben eine gleichermaßen einfache wie absolut sichere Methode ersonnen, um die Stelle der Ankerboje genau über dem Anker zu markieren. Man benutzt eine zweite kleinere Ankerboje, zum Beispiel eine Plastikflasche. Entscheidend ist: Sie muss weniger Auftrieb haben als die eigentliche Ankerboje.

Beide Bojen werden je an einem Ende einer Leine befestigt, die durch einen wasserfesten Block, der am Anker befestigt ist, läuft. Der Auftrieb beider Bojen sorgt jetzt dafür, dass die größere Boje die Wasseroberfläche erreicht. Fällt der Wasserspiegel, sorgt der Auftrieb des kleineren Schwimmkörpers dafür, dass die Position gehalten wird.

Es empfiehlt sich, die Leine so zu bemessen, dass sie die Länge der eineinhalbfachen Wassertiefe hat. Selbstverständlich darf der Auftrieb beider Bojen nicht so groß sein, dass er den Halt des Ankers gefährdet.

Rotlicht für die Nacht

Nachtfahrten sind bei den meisten Eignern eine Ausnahme, deshalb wird kaum jemand in Navigationsecke und Salon mit großem Aufwand blendfreies rotes Licht installieren. Da dieses Licht jedoch jeden Törn in der Dunkel-heit komfortabler macht, haben einige Skipper eine Alternative entdeckt: batteriebetriebene rote LED-Rücklichter für das Fahrrad. Diese konfektionierten Rückleuchten können schnell dort befestigt werden, wo man sie benötigt, und die Batterien haben durch die LED-Technologie eine lange Lebensdauer und sind kostengünstig in der Anschaffung.

 

Die Trickkiste präsentiert sich mit leicht verständlichen Texten und Zeichnungen zu verschiedenen Themen, damit Bootseigner alle Tipps und Tricks ohne Schwierigkeiten nachvollziehen und auf ihren Booten und Yachten verwirklichen können.

Klaus Bartels, Seglers Trickkiste 1
Bordfreundliches Taschenbuchformat 135 x 210 mm
Preis: EUR 7,00 (zuzügl. Versand)
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Klaus Bartels, Seglers Trickkiste 3
Bordfreundliches Taschenbuchformat 135 x 210 mm
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