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„Bootschafter“ Frank Schätzing bei den Seenotrettern

15.06.2012 | Institution/Verein, Personality

Autor Frank Schätzing begleitete Seenotrettungsübung auf Sylt.

„Liebe Seenotretter, Euer Mut ist nicht zu steigern. Aber zu bewundern! Ich wünsche Euch eine Flut von Spenden…“ Mit diesen Worten hatte der Schriftsteller und Erfolgs¬autor Frank Schätzing (unter anderem „Der Schwarm“, „Limit“) 2012 das Ehrenamt des „Bootschafters“ für die Seenotretter übernommen. Er trat damit die Nachfolge von Schauspieler Uwe Friedrichsen an. Nachdem er bereits im Januar die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen kennen gelernt hat, nutzte er nun einen Sylt-Aufenthalt, um die Arbeit der Rettungsmänner vor Ort zu erleben. Zu diesem Zweck ging er an Bord des von Freiwilligen gefahrenen Seenotrettungsbootes HORST HEINER KNETEN/Station Hörnum und des Seenotkreuzers MINDEN/Station List. In Gesprächen mit den Vorleuten und Besatzungen erfuhr er viel über die Aufgaben im heutigen Seenotrettungsdienst.

Anschließend hieß es für den Kölner, die Erfahrungen in die Praxis umzusetzen. Beide Rettungseinheiten nahmen Kurs auf die offene See. Bei einer Übung mit Mann-über-Bord-Manöver schlüpfte Schätzing selbst in Rolle eines Seenotretters und packte an Bord mit an. „Besonders beeindruckt hat mich die große Professionalität auch der ehrenamtlich tätigen Besatzungen. Und ich habe am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie schwierig es schon bei relativ ruhiger See ist, einen Schiffbrüchigen aus dem Wasser zu ziehen. Was die Seenotretter leisten, ist wirklich enorm“, zollte der Erfolgsautor den DGzRS-Besatzungen Respekt.

DGzRS-„Bootschafter“ Frank Schätzing im Gespräch mit Claus Dethlefs, Vormann des Seenotkreuzers MINDEN/Station List, nach einer Seenotrettungsübung vor der Insel Sylt.

Den Seenotrettern fühlt sich Schätzing auf ganz besondere Weise verbunden. Wie hatte er doch anlässlich der Übernahme seines Ehrenamts gesagt: „Ich liebe es, Helden zu erfinden. Die besten Geschichten werden allerdings von Helden geschrieben, die man nicht erfinden kann, weil es sie schon gibt. Die Seenotretter beispielsweise. Die hätte ich gern erfunden!“

Die DGzRS setzt von 54 Stationen an Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein, gefahren von rund 180 fest angestellten und 800 freiwilligen Seenotrettern. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.

Mehr Informationen zur Arbeit der Seenotretter:
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
info@seenotretter.de
www.seenotretter.de

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