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Einhand um die Welt auf extremem Kurs

10.05.2012 | Bücher

Das größte Wunder dieser Weltumsegelung war das Überleben.

Bei harter See von Bord gewaschen, wird Einhand-Skipper Flanagan kurz vor dem Tod von einer zweiten Welle zurück aufs Deck geknallt, zweimal kentert seine Yacht „Barrabas“, Hurrikane und Piraten bedrohen Mensch und Boot, schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Und der Weg durch die Eisfelder vor der russischen Nordküste wäre ohne die Hilfe des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch nicht möglich geworden.

Die Sensation ist dann jedoch perfekt, denn die „Alpha Global Expedition“ endet nach der Weltumseglung wieder im Heimathafen. Der Einhandsegler Adrian Flanagan und seine 38-Fuß-Stahlyacht „Barrabas“ umrundeten die Welt meridional, also auf dem Kurs, der einem Großkreis der Längengrade folgt.

Nicht gerade opulent ausgestattet starteten sie in Großbritannien, passierten den Atlantik, jagten an der brasilianischen Küste entlang, rundeten das berüchtigte Kap Hoorn, erreichten glücklich nach ihrer Pazifiküberquerung Hawaii, steuerten Japan an, kämpften sich durch die Nordostpassage und das russische Eismeer und liefen nach aufregenden, oft auch qualvollen 30.825 Seemeilen, vollgepackt mit Wundern und Gefahren, nach 405 Tagen auf See wieder in ihren Heimathafen ein – belohnt mit einem Weltrekord.

Adrian Flanagan segelt seit seinem achten Lebensjahr und formulierte bereits als Junge drei Lebensziele: wirtschaftlich selbstständig sein, professioneller Autor werden und eine Weltumsegelung schaffen. Alles gelang ihm: Er wurde Osteopath und publiziert heute als freier Journalist bei Times, Daily Mail und anderen großen Zeitungen.

Der Autor bietet auch den Nichtseglern mit diesem unglaublichen Einhand-Abenteuer nicht nur das Gefühl von Salz auf den Lippen und Gischt auf der Haut, sondern auch den wunderbaren Stoff, aus dem die Sehnsucht und das Fernweh wachsen.

Adrian Flanagan: „Extremtörn zu mir selbst“, 416 Seiten, viele Fotos und Karten, Delius Klasing, ISBN 978-3-7688-3396-7, 19,90 Euro

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