Semi-Custom-Yacht für Individualisten
1.03.2012 | Bootsbau, WerftenSolaris 44 Cruiser Prestige: „Maßgeschneiderte Handarbeit“.
Eine Serie von Klaus Bartels (7). Yachten in Standardversionen gibt es eigentlich nicht in der oberitalienischen Werft Cantiere Serigi di Aquileia. Seit über 30 Jahren baut man in der Werft an der Adriaküste Semi-Custom-Yachten und die entstehen wie die neue Solaris 44 Cruiser Prestige im Rahmen der technischen Möglichkeiten und der Abmessungen nach den Wünschen der Eigner. Als Konstrukteur konnte die Werft Doug Petersen gewinnen, der weltweit für seine ausgewogenen und schnellen Linien bekannt ist. Das Interieur stammt von Dick Young wird aber vom Werftteam mit einer kräftigen Brise von typisch italienischem Design verfeinert- nach genauen Eignerwünschen selbstverständlich.
Seit 1974 entstanden fast 100 Yachten bis zu einer Größe von 86 Fuß im Werftstandort Aquileia. Werftchef Rinaldo Puntin baut Segel- und Motoryachten. Überwiegend sind es jedoch Segelyachten, die vom Stapel laufen, denn in der Werft sind fast ausschließlich Segler beschäftigt, die wissen, was sie tun und eigentlich „jedes Schiff für sich bauen“. Auch für den Verkauf der Yachten nördlich der Alpen sorgen aktive Segler. Solaris-Eigner aus der Schweiz haben die Firma Solarisyachts North gegründet und bieten ihre persönliche Beratung beim Kauf der Yachten an. Diese individuelle Beratung beginnt bei Serigi in der Regel am Reißbrett. Bei Solaris North im Schweizer Ort Baar spricht man deshalb auch von „maßgeschneiderter Handarbeit“, die die Werft abliefert.
Doug Petersen gab der Solaris 44 Cruiser Prestige klassische Linien mit einem zeitlosen Bugsprung und einem Yachtheck, in dem eine Badeplattform integriert wurde. Das Deck und das Cockpit wirken aufgeräumt und übersichtlich und eignen sich gleichermaßen als sportliches Betätigungsfeld für eine Regattacrew, wie zum Relaxen auf einem Urlaubstörn. Dabei erfolgte die Anordnung der Winschen und Beschläge so, dass die Yacht auch optimal von einer kleinen Crew zu segeln ist. Der Rudergänger kann problemlos die Großschot bedienen. Da die Werft die Solaris 44 als Semi-Custom-Yacht versteht, gibt es jedoch viele individuelle Möglichkeiten der Cockpitgestaltung.
Der flache Kajütaufbau erhöht sich nach achtern etwas und fügt sich harmonisch in die Linien ein. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit der 13,46 Meter langen Yacht mit einer Wasserlinienlänge von 11,40 Metern beträgt 7,6 Knoten. Mit ihrer Segelfläche von über 120 Quadratmetern am Wind verspricht die rund elf Tonnen verdrängende Solaris 44 spritzige Segeleigenschaften, zumal an ihrem 2,30 Meter tiefgehende, schmalen Kiel ein Bleiwulst von 4,4 Tonnen sitzt, der für ein großes wiederaufrichtendes Moment sorgt.
Rumpf und Deck der Yacht werden aufwendig in Sandwichbauweise mit einem Kern aus PVC Airex mit Epoxid- und Vinylesterharzen (Prepeg) laminiert und im Vakuumverfahren verdichtet. Die Schotwände bestehen aus 20 Millimeter Teak-Yachtbausperrholz, die einlaminiert werden und kräfteverteilend wirken. Alles zusammen sorgt für einen kräftigen, verwindungsfreien Rumpf mit einer langen Lebensdauer und einem verhältnismäßig geringem Gewicht.
Die typische Einrichtung dieser schnelle Eigneryacht präsentiert sich mit jeweils zwei Doppelkojen im Achterschiff und einer großzügigen Eignersuite mit eigenem Bad sowie viel Schrankraum im Vorschiff. Ein U-Sofa aus Leder mit Salontisch, an dem gemütlich sechs Personen Platz nehmen können an der Steuerbordseite wird von einer Pantry in L-Form begrenzt. Eine zweite Nasszelle befindet sich gegenüber der Pantry auf der Backbordseite.
Stararchitekt Dick Young schlägt vor, den Navigationsschreibtisch Mitschiffs auf der Backbordseite zu platzieren. So entsteht nicht nur ein Sitzplatz mehr im Salon, die empfindliche Navigations- und Kommunikationstechnik, die dort ihren Platz findet, ist damit auch weit weg vom Niedergang und damit besonders gut geschützt untergebracht.
Wie beim Semi-Custom-Bau üblich, kann der Eigner auch beim Interieur seine speziellen Wünsche erfüllen lassen. Er wählt auch die Holzart aus, mit der die Werft in gekonnter Bootsbauarbeit in hoher Qualität die Yacht ausbaut. Die Werft empfiehlt wertvolles Burma Teak und langlebiges Mahagoni für ein exklusives Interieur.
Werftchef Rinaldo Puntin und sein Team stufen die Solaris 44 in das obere Segment der Mittvierziger ein. Entsprechend ist die Auswahl an hochwertigen Materialien über und unter Deck sowie die der Beschläge und des Riggs. Alles gehört mit zu den Spitzenprodukten europäischer Yachtausrüster. Die Solaris 44 Cruiser Prestige gibt es ab ca. 560.000 Euro exklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer.
Technische Daten Solaris 44
Länge: 13.46 m
LWL: 11.40 m
Breite: 4.10 m
Theoretische Rumpfgeschwindigkeit: 7,6 k
Tiefgang: 2.30 m
Verdrängung: ca. 11 t
Ballast: 4.4 t
Motor: Volvo Penta D2-55 S/SR 55 PS
Propeller: Vierblattfaltpropeller Volvo Penta
Dieseltank : 300 l / Ausbau möglich auf 400 l
Wassertank: 400 l
Großsegel: 53.5 qm
Genua: 69.9 qm
Gennaker: 141 qm
Spinnaker: 171 qm
Masthöhe über Wasserlinie: 18.80 m
Rigg und Beschläge: Velscaf, Lewmar, Harken
Segel: Nach Wunsch
Elektrik: Gelbatterien 400A/h 12 V
Anzahl der Kojen: 6
Pantry: Arbeitsfläche Corian, Doppelspülbecken, Kochherd mit drei Flammen, Kühlschrank
Ausbau: Burmateak, 3 Kabinen, 2 Bäder mit sep. Duschbox, Salon mit U Sofa in Leder und Navigationsecke mit Sitzbank
Bauweise: Rumpf und Deck in Sandwichbauweise aus Glasfasern in Negativform (Prepreg) laminiert. Kern aus Airex verklebt im Vakuumdrucksackverfahren. Verstärkungen aus Single Skin Laminat und Carbon, sichtbare Flächen aus weissem Gelcoat
Design: Douglas Peterson
Interieur Design: Dick Young / Serigi Design Team
Konstrukteur/Werft: Serigi Spa, Aquileia, Italien
Preis der Standardausführung exklusive MwST: 490.000 Euro
Kontaktadresse: SOLARISYACHTS NORTH GmbH
Oberneuhofstrasse 5
CH-6340 Baar, Schweiz
info@solarisyachts-north.ch






Freitag, 3. August 2012 11:56
Das ist ja alles schön und gut, klingt aber nach sehr, sehr einseitiger Berichterstattung. Ich glaube nicht, dass sich der Autor jemals kritisch mit diesen Yachten auseinander gesetzt hat oder daran auch nur gedacht hat. Serigi baut mit seiner Marke Solaris ganz normale Kunststoffyachten zu ?berhöhten Preisen. Die Qualität ist mittelmäßig und wird durch enorm viele Probleme während des Alltags noch erheblich gemindert. Service ist auch nicht ihre Stärke. Es ist maximale Vorsicht angebracht und meistens sind diese Yachten ihr Geld nicht wert.