Bootsbau: Aluminium ist im Trend
14.11.2011 | BootsbauImmer mehr zukünftige Yachteigner suchen nach größeren Segelyachten.
Neben größerem Komfort ist auch eine entsprechende Ausstattung für Langfahrten gefragt. Dabei ist ein eindeutiger Trend zum Aluminiumschiff zu erkennen. Die früheren Probleme wie Korrosionsanfälligkeit und mangelnde Seewasserfestigkeit sind mittlerweile gelöst, und zahlreiche Werften setzen auf Aluminium als Rumpfmaterial. Während der Markt für die klassische Familienyacht um 10 m in Deutschland derzeit nahezu brach liegt, sind Langfahrtyachten gefragt wie nie. Die moderne Blauwasseryacht soll bei einer durchschnittlichen Größe um 45 Fuß über einen stabilen Rumpf – auch für antarktische Gewässer -, genügend Lebens- und vor allem Stauraum sowie auch über Platz für Extras wie die immer öfter gewünschte Seewasserentsalzungsanlage verfügen. Auch bei einem späteren Verkauf erzielen Aluminiumyachten höhere Preise als ihre GFK-Konkurrentinnen. Vorausgesetzt es handelt sich um traditionelle Risse mit klassischer Aufteilung.
Während moderne Fahrtenyachten mehr und mehr als schwimmende Ferienwohnungen designed werden, sind bei Blauwasserseglern eher bewährte Layouts gefragt. Vor allem sichere Seekojen, in Längsrichtung eingebaute und auf jedem Bug nutzbare Toiletten und große Tanks rangieren an erster Stelle der Kundenwünsche. Auch wirtschaftlich lohnt die höhere Investition durchaus: Gegenüber Serienyachten aus GFK, welche im Preis meistens schnell nachgeben, ist der Gebrauchtpreis einer Aluminiumyacht aufgrund steigender Rohstoffkosten sehr stabil. Zusammen mit einer günstigen Finanzierung läßt sich daher ein Werftbau wirtschaftlicher gestalten als der Kauf von zumindest ideell schnell alternden Großserienschiffen.
Die Anschaffung einer neuen oder gebrauchten Yacht muss daher sorgsam geplant werden, da fehlende Ausrüstung später einfach nachzurüsten ist, mangelnder Platz aber dauerhaft fehlt. Auch beim Kaufvertrag und der Abnahme drohen zahlreiche Fallstricke, beginnend von fehlender Absicherung der Kundengelder bis hin zur Garantieabwicklung im Falle von Regressansprüchen. Hier empfiehlt sich daher die Hinzuziehung von Sachverständigen, die auch im Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verband zu finden sind .



