BSH präsentiert Meeresprojekt BaltSeaPlan
12.11.2011 | Institution/Verein, UmweltOstseeanrainerstaaten sollen bei Meeresraumplanung zusammenarbeiten.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) präsentierte sein Projekt „BaltSeaPlan” im Rahmen der Jahreskonferenz des „Baltic Development Forums” und des zweiten Forums zur EU-Ostseestrategie Ende Oktober in Danzig. „BaltSeaPlan” hat unter der Leitung des BSH mit 14 Partnern aus sieben -Anrainerstaaten für den Ostseeraum eine „Vision2030″ entwickelt. Sie beschäftigt sich mit der zukünftigen Nutzung der Ostsee, gibt Empfehlungen und Leitlinien für den Umgang mit dem Meeresraum und hilft den Ostseeanrainerstaaten, bei der Meeresraumplanung zusammen zu arbeiten.
Das Meer als Wirtschaftsraum gewinnt immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Interessen der Schiffsindustrie, der Fischerei oder der Offshore-Industrie stehen im Wettbewerb um die Meeresflächen. Die veränderte Wahrnehmung des Meeres führt zu erhöhten Ansprüchen und zu steigendem Druck seitens der Nutzer – und damit zu erhöhten Belastungen der Meere. Eine nachhaltige Entwicklung der Meere ist damit eine der wesentlichen politischen Aufgaben der Zukunft. Dies beinhaltet eine gesunde Meeresumwelt, sichere und saubere Schiffstransporte und eine nachhaltig ausgerichtete Energiepolitik. Die „Vision2030″ konzentriert sich auf diese Ziele. „Das Meer kennt keine Ländergrenzen. Umso wichtiger ist eine gemeinsame europäische marine Infrastruktur, mit der wir den nachhaltigen und sensiblen Umgang mit den Meeren sicherstellen, entwickeln und umsetzen”, so Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH. „Eine gemeinsame aktive Raumplanung ist dringend notwendig und hilft allen Beteiligten, Synergien aufzubauen und damit eine nachhaltige maritime Wirtschaft zu gewährleisten.”
Beim Aufbau einer maritimen Raumordnung und der sie begleitenden strategischen Umweltprüfung gilt das BSH als europaweit führend. Über umfangreiche maritime Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügt es aufgrund seines umfassenden meereskundlichen Wissens über Meeresboden, Wind, Wellen, Strömungen und Zusammensetzung des Wassers und seiner Aufgabe als zentrale Genehmigungsbehörde für Offshore-Windenergieanlagen. Dirk Ahner, Leiter der Generaldirektion Regionale Entwicklung der EU-Kommission, besuchte den Informationsstand des BSH in Danzig und informierte sich über Möglichkeiten, die Anforderungen der Wirtschaft und die Ansprüche einer gesunden Meeresumwelt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Meere zusammenbringen zu können.
Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie





