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Die Flensburger Regatta von 1855

7.02.2011 | Allgemein

100 traditionelle Arbeitsschiffe und klassische Yachten unter Segeln.

Als Flensburg im Jahr 1855 noch zum dänischen Staatsverband gehörte, wurde auf der Flensburger Förde eine Segelregatta gestartet. Die erste Segelregatta im Staate Dänemark überhaupt. Das Ereignis war nicht nur ein Fest vieler Segler und Zuschauer, es genoss auch die Gunst des dänischen Königs, König Frederik VII., der eigens für dieses Wassersportereignis einen Pokal stiftete. Unter dem Namen „Kongelig Classic“ soll diese Regatta nun wiederbelebt werden – als grenzüberschreitendes Ereignis. Im damals dänischen Flensburg traten 50 Crews zur Wettfahrt um den gestifteten Pokal gegeneinander an.

Das erste September-Wochenende dieses Jahres soll Auftakt einer mit EU-Mitteln geförderten maritimen Veranstaltung für die Teilnehmer im Städte-Dreieck Flensburg-Sonderburg-Apenrade sein. 100 traditionelle Arbeitsschiffe und klassische Yachten unter Segeln und drei stilvolle Hafenfeste sollen Mittelpunkt der Flensburger Regatta von 1855 sein,  auf der Route über Sonderburg nach Apenrade.

„Wir hätten die Regatta gern schon 2010 durchgeführt, doch leider sind wir mit den Bewerbungsfristen für EU-Fördergelder nicht rechtzeitig zurecht gekommen“, erklärt Karl Erik Bregnhøj, Vorsitzender des Apenrader Segelklubs und Mitglied der dänischen „Kongelig Classic«“-Arbeitsgruppe. Deshalb musste der Start auf 2011 verleget werden, auf das erste Wochenende im September. „Denn genau am ersten Wochenende im September fand auch 1855 die erste Segelregatta in Dänemark statt“, erklärt Karl Erik Bregnhøj. 2012 solle dann die zweite Klassik-Regatta folgen, dann mit Start in Apenrade und Ziel in Flensburg.

Dieses Ereignis, zu dem man auch auf königlich-dänische Teilnahme hofft, könnte nicht nur Flensburg neue Besucherpotenziale erschließen auch Sonderburg und Apenrade leiden als Hafenstädte darunter, dass ihnen große Segelereignisse fehlen, die die seglerische Tradition neu beleben, zumindest mit großen Hafenfesten an Land.

Die beiden dänischen Städte Apenrade und Sonderburg haben bereits ihren Teil der benötigten Mittel von insgesamt knapp 900.000 Euro, von denen die EU aus Mitteln des Interreg IV-Programms den Löwenanteil übernimmt, bereitgestellt. Flensburg muss nun noch bis Mitte Februar seine Teilnahme an dem grenzüberschreitenden Projekt bestätigen.

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