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Wetterwarnung im Internet

2.11.2010 | Allgemein

Das frühe Erkennen wetterbedingter Gefahren wird immer einfacher.

Nationale Wetterdienste stellen ihre Erkenntnisse der Wetterentwicklung für alle Interessierten zur Verfügung, denn unser Leben ist immer mehr vom Wettergeschehen anhängig. Wie Orkan Kyrill im Januar eindrucksvoll bewiesen hat, kann ein gutes Wetter-Warnmanagement im Zusammenspiel mit den Katastrophenschutzeinrichtungen und den Medien helfen, Personen- und Sachschäden zu begrenzen. Zum Welttag der Meteorologie hatten 21 nationale Wetterdienste eine gemeinsame Internetseite mit Warnhinweisen für ganz Europa gestartet.

Eine Übersichtskarte mit einfachen Symbolen, Farbcodes und 17 wählbaren Sprachen ermöglicht dem Nutzer sich schnell zurechtzufinden. So ist es möglich, eine Reise oder einen Transport wertvoller Güter innerhalb der nächsten 48 Stunden sicher zu planen oder andere Aktivitäten vorzubereiten, die durch Wetterereignisse beeinflusst werden könnten. Man erhält Hinweise auf schwere Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen könnten oder auf dichten Nebel mit der Folge von Verspätungen im Flugverkehr. Gewarnt wird vor Sturm, Lawinen, großer Hitze, Waldbränden, Gewitter, Eisglätte usw., in direkter Analogie zur bereits seit 2002 existierenden Warnseite des Deutschen Wetterdienstes (www.wettergefahren.de).

Für jedes Land signalisiert die angezeigte Farbe welches wetterbedingte Risiko dort gerade herrscht. Die vier Stufen reichen von „keine gefährlichen Wettererscheinungen“ (grün) über gelb und orange bis „besonders gefährliche Wetterbedingungen“ (rot). Dabei wurde die Definition der Stufen der jeweiligen nationalen Bedeutung angepasst, denn 20 cm Neuschnee haben in Portugal eine andere Auswirkung als in der Schweiz. Das Internet-Portal wird gespeist von den jeweiligen Warnsystemen der nationalen Wetterdienste. Ein Mausklick auf das Land oder das Logo des nationalen Dienstes führt zur nationalen Warnseite mit weiteren, detaillierten Informationen. Der Service wird kontinuierlich aktualisiert, ist öffentlich und kostenlos.

Nicht nur Handel, Verkehr, Medien oder private Reisende werden das System nutzen können. Auch offizielle Stellen, Hilfsdienste wie Seenotrettung, Bergwacht, Technische Hilfsdienste oder Katastrophenschutzeinrichtungen profitieren von den dort bereitgestellten Informationen.

Die nationalen Wetterdienste der folgenden Länder waren an den Arbeiten zu Meteoalarm beteiligt: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Ungarn, Zypern.

Weitere Informationen:
www.meteoalarm.eu
www.wettergefahren.de

Zum Thema „Wetter“ finden Sie auch aktuelle und antiquarische Bücher unter: www.mediamaritim.de/shop/

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