Wagnis in der Südsee: Fernseh-Doku mit Klaus Hympendahl
2.09.2010 | Allgemein
Fernsehfilm zur Lapita-Voyage, der ersten Expedition, die erfolgreich auf dem Migrationsweg der Polynesier segelte.
Es erscheint unglaublich, dass 4.500 Jahre bevor wir Europäer überhaupt erst begannen, uns für restlichen Teile der Erde zu interessieren, bereits Menschen aus Süd-Ost Asien in der Lage waren, mehrere Tausend Kilometer im Pazifischen Ozean zurückzulegen, um ihren knappen Lebensraum zu erweitern – dank einer speziellen und sehr effektiven Schiffsbauweise.
Diese Tatsache wirft eine Fülle von Fragen auf: Wie war es möglich, dass sich die Polynesier in der Unendlichkeit des Pazifiks zurechtfanden? Wie schafften sie es mit den einfachen und wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen, so lange auf rauer See zu überleben? Und woher kamen diese Siedler? Aus dem Westen des Pazifischen Ozeans oder vielleicht doch vom südamerikanischen Kontinent?
Bereits in den 50er Jahren lockten diese Fragen Wissenschaftler aus aller Welt nach Polynesien. Nun, mehr als ein halbes Jahrhundert später, begleitet “Terra X” eine Expedition, die unter deutscher Leitung mit zwei archaischen Katamaranen dem möglichen Migrationsweg der polynesischen Vorfahren von Asien aus folgt. Unterwegs wie ein Urvolk vor 3.000 Jahren: Klaus Hympendahl und seine Crew folgen den Spuren der bisher unbekannten Lapita-Leute, die ihre Keramik auf dem Wasserweg verbreitet haben. Diesen Lapita-Menschen wird inzwischen die wohl wagemutigste Völkerwanderung aller Zeiten zugeschrieben.
Noch finden sich Zeugen dieser untergegangenen Kultur, doch die Zeit wird knapp, mit jeder Generation wächst die Gefahr, dass einzigartige Wissen um die navigatorischen Fähigkeiten der ersten polynesischen Siedler zu verlieren. Über 7.000 Kilometer erstreckt sich die geplante Route – vorbei an den weitgehend unerforschten Küsten Papua Neu-Guineas, an aktiven Vulkanen Indonesiens und den ehemaligen deutschen Kolonien im Bismarck-Archipel bis weit in den pazifischen Ozean zu abgelegenen Südseeinseln.
18 Monate nach Beendigung der Lapita-Expedition ist ein Film von Uta von Borries über die Expeditions-Tour mit Klaus Hympendahl fertig gestellt. Der Sprecher ist Frank Glaubrecht, die Stimme von Al Pacino und Kevin Kostner. In dieser Fernseh-Dokumentation wird der richtige Migrationsweg der Polynesier von Südost-Asien in den Pazifik gezeigt und es werden wissenschaftliche Beweise erbracht, dass auf der Route der Lapita-People, die Vorfahren der Polynesier, gesegelt sind. Durch den Einsatz von zwei identischen Nachbauten polynesischer Katamarane wird demonstriert, dass es möglich war, auch lange Distanzen um 4.000 Seemeilen zu segeln (www.mediamaritim.de/blog/allgemein/schwierig-aber-erfolgreich-lapita-voyage/#more-3403).
Die Zuschauer sind eingeladen zu einer ungewöhnlichen und mutigen Reise, bei der die Forscher stets Kontakt zu den Eingeborenen suchen und sich dem Kampf mit den Elementen stellen. Um ihr Ziel zu erreichen, müssen sie Hitze, Flauten, Stürmen und tropischen Krankheiten trotzen.
Sendetermin ist am 5. 9. 2010 um 19.30 Uhr auf dem Sendeplatz Terra X im ZDF.
Mehr Informationen unter
www.lapita-voyage.de/lapita_voyage.html




Donnerstag, 14. Oktober 2010 6:09
[...] Er ist seit 35 Jahren auf den Weltmeeren unterwegs – trotzdem hat ihn die Expedition Lapita Voyage an ungeahnte Grenzen geführt: Klaus Hympendahl war neben der Holländerin Hanneke Boon und dem Engländer James Wharram Leiter des Projekts und Skipper an Bord der “Lapita Tikopia” (www.mediamaritim.de/blog/institutionverein/wagnis-in-der-sudsee-fernseh-dokumentation-mit-klaus-hymp…). [...]