Artemis gewinnt Audi MedCup Barcelona
27.07.2010 | Allgemein
Audi A1 powerded by ALL4ONE kann nur den letzten Platz erreichen. Prominenter Gast bei Schümann mit an Bord.
Mit einem Rennen am letzten Tag der Camper Regatta Camper – Conde de Godeo Trophy in Barcelona segelte Artemis (SWE) weiter auf der Erfolgsspur. In einem spannenden Finish konnte das schwedische Team nach der letzten Wende von siebter Position kommend auf Platz 2 das Rennen beenden. Nach einer durchweg guten
Leistung in Barcelona hat Artemis mit zwei Punkten Vorsprung vor Emirates New Zealand (NZL) die Regatta der TP52 Serie gewonnen.
Für Audi A1 powerded by ALL4ONE endete die Woche in Barcelona mit einem letzten Platz. Das deutsch-französische Team schien nie so richtig in die Regatta gekommen zu sein. Jochen Schümann, Skipper: „Im letzten Rennen hatten wir nicht mehr Glück als den Rest der Woche. Wir hatten hier so viel Pech mit gebrochenem Großsegel, drei gesprochenen Spinnakern und auch sonst sind wir mit dem Wind nicht so gut umgegangen. Wir sind in Cascais Zweiter und in Marseille Dritter geworden und wir hatten uns vorgenommen aufs
Podium oder zumindest in die Nähe zu kommen. Aber am Beispiel Artemis sieht man, dass das nichts zu bedeuten hat. In Marseille sind sie Letzter geworden und haben hier in Barcelona die Regatta gewonnen. Da sieht man wie eng die Boote beieinander liegen. Jeder kann hier ein einzelnes Rennen oder auch ein Event gewinnen.”
Bei der nächsten Regatta in Cartagena will Audi A1 powered by ALL4ONE wieder zur alten Leistung zurückkehren.
Als prominenter Gast war Wintersportler Felix Neureuther mit an Bord der Audi A1 powerded by ALL4ONE. „Ich gehe gerne an meine Grenzen!“ meinte der Skirennfahrer und bekennende Adrenalin-Junkie Felix Neureuther bei seiner Premiere auf See als 13. Mann beim Audi MedCup in Barcelona. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er ein Segelboot betreten und durfte bei seiner Premiere als 13. Mann bei dem Audi MedCup in Barcelona in der Crew von Jochen Schümann dabei sein. Mit drei Olympia- und zwei Americas Cup Siegen ist er der gebürtige Berliner Deutschlands erfolgreichster Segler.
Wasser ist sein Element. Doch dieses Mal war Felix Neureuther nicht auf seinem gewohnten Terrain, dem Schnee unterwegs, sondern zog am Audi MedCup in Barcelona das Mittelmeer vor. Bei dieser weltweit populärsten Regattaserie konnte der 26-Jährige zum ersten Mal in seinem Leben in Barcelona Segelluft schnuppern. Der Slalom-Läufer sucht immer wieder neue sportliche Herausforderungen: „Ich bin definitiv ein Adrenalin-Junkie. Man muss alles einmal ausprobieren und ich gehe gerne an meinen eigenen Grenzen!” Mit dabei Skirennfahrer Julien Lizeroux (2facher WM-Silbermedaillen-Gewinner in Val d´Isère 2009, 2. Platz beim Weltcup 2010 in Kitzbühl) aus Frankreich. Auf der Skipiste sind die Freunde Konkurrenten und auch heute traten beide den direkten Vergleich bei der Regatta Camper – Conde de Godó Trophy an. Als 13. Mann erlebten die Spitzensportler die atemberaubende Action des Segelsports hautnah mit. Felix Neureuther bestritt das erste Rennen des Tages an Bord der Audi A1 powered by ALL4ONE und Julien Lizeroux auf der Artemis.
Die Vorfreude bei Felix Neureuther war groß: „Ich bin schon richtig aufgeregt, ich will den Jungs ja auch nicht im Weg stehen. Daher werde ich hochkonzentriert sein, mein Bestes geben und hoffen, dass wir mit einem guten Ergebnis abschneiden.” Der Einzelsportler war von der Teamarbeit rund um Skipper Jochen Schümann, Deutschlands erfolgreichster Segler (dreifacher Olympiasieger, zweifacher America’s Cup-Sieg) begeistert. „Ich liebe Teamsportarten, ich habe auch lange Fußball gespielt. Aber es ist schon so, dass man als Einzelsportler im Endeffekt nur für sich selbst verantwortlich ist. Bei einer Teamsportart musst Du Dich zu 100 Prozent auf die Jungs verlassen können und gerade beim Segeln dreht sich alles ums Team. Das ist schon super, wie die alle an einem Strang ziehen. Klar gibt der Skipper die Befehle, aber alle sind auf dem Boot gleichgestellt.”
Natürlich hatte Felix Neureuther während des Rennens auch immer ein Auge auf seinen Segel-Konkurrenten Julien Lizeroux. „Ich hab schon geschaut, wo der Julien ist. Klar sind wir auf der Piste Konkurrenten, aber Julien ist ein sehr guter Freund von mir. Wir verstehen uns extrem gut und haben auch über den Sommer viel Kontakt. Von daher ist es eine große Freude mit ihm den Audi MedCup hier zusammen erleben zu dürfen. Vor dem Rennen haben wir uns auch ein bisschen angestachelt, wer wohl zuerst im Ziel sein wird. Einmal sind wir auch direkt nebeneinander hergefahren und konnten uns zuwinken. Das war schon super!”
Dass die Segelboote bei den Rennen so dicht beieinander fahren konnte sich der Ski-Star kaum vorstellen. „Fast hätte mich die Spitze eines anderen Boots am Kopf getroffen. Die Boote segeln bei den Wenden so eng nebeneinander her, das war wirklich das Beeindruckendste für mich. Manchmal dachte ich wirklich, dass wir mit einem anderen Boot zusammenstoßen – was natürlich nicht passiert ist”, so der Skirennfahrer.
Auch bei dem Skipper Jochen Schümann hat der prominente Gast einen guten Eindruck hinterlassen: „Es ist immer schön Top-Athleten an Bord zu haben. Leider konnten wir dem Felix keinen schönen Tag bieten, denn wir sind in dem Rennen Letzter geworden. Obwohl wir zwischendurch ganz gut dabei waren. Verrückter Tag, aber an ihm lag es natürlich nicht! Mit Sportlern hat man eh keine Probleme auf dem Schiff, die wissen schnell sich der Bewegung des Teams anzupassen. Felix hat das super gemacht.”
Regatta Camper – Conde de Gody Trophy in Barcelona:
1. ARTEMIS – 33 Punkte
2. EMIRATES TEAM NEW ZEALAND – 35 Punkte
3. QUANTUM RACING – 44 Punkte
4. BRIBON – 58 Punkte
5. CRISTABELLA – 62 Punkte
6. TEAMORIGIN 1851 – 63 Punkte
7. MATADOR – 67 Punkte
8. BIGAMIST 7 – 70 Punkte
9. LUNA ROSSA – 73 Punkte
10. SYNERGY – 73 Punkte
11. AUDI A1 POWERED BY ALL4ONE – 84 Punkte
Die nächsten Termine:
Caja Mediterráneo Region of Murcia Trophy
Cartagena (Spain), 24.-29. August
Quelle: Audi A1




Sonntag, 15. August 2010 19:12
Hallo,
mit größtem Interesse habe ich heute in der Zeitung davon gelesen, daß pro Rennen ein Gast mitfahren darf. Seit Beginn der 70′er Jahre segele ich, am liebsten sportlich, und verfüge über einige Segelerfahrung als Führer verschiedenster Bootstypen von Jolle über Kat, Yacht bis hin zu Dreimastseglern und es wäre ein Traum, könnte ich einmal, auch nur als Gast, beim MedCup mitsegeln.
Wie muß ich das anstellen?
Ich werde gewiß kein unnützer Ballast sein – versprochen!
Mit freundlichem Gruß
Martin Plück