Schifffahrt: Kein Alkohol am Ruder
13.07.2010 | AllgemeinWeltweit verbindliche Promillegrenze von 0,5 in der Seeschifffahrt.
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat in Manila eine verbindliche Promillegrenze von 0,5 in der Seeschifffahrt beschlossen. Damit werden weltweit einheitliche Bestimmungen für den Alkoholkonsum an Bord eingeführt. Deutschland hatte sich bei der IMO für eine Reduzierung von 0,9 auf 0,5 Promille eingesetzt. Die Schifffahrtsexperten haben sich auf den deutschen Vorschlag geeinigt. Die Regelung soll im Jahr 2012 in Kraft treten.
Ramsauer: „Auf Initiative Deutschlands gibt es nun eine weltweit verbindliche Promillegrenze von 0,5 für alle, die auf einem Schiff Verantwortung tragen. Damit bekämpfen wir die Gefahren durch Alkohol am Ruder. Die Beschlüsse von Manila sind Meilenstein für die Sicherheit auf den Weltmeeren.”
Auf der Konferenz der IMO wurden auch weitreichende Änderungen bei der Ausbildung für Seeleute beschlossen. So soll zum Beispiel das Ausbildungsniveau durch unabhängige Qualitätskontrolleure angehoben werden. Das wird sowohl in der Theorie als auch in der Praxis geschehen. Die Experten einigten sich auch auf neue Ausbildungsnormen für die Facharbeiter an Bord von Seeschiffen und für das elektrotechnische Schiffspersonal.
Quelle: Pressemeldung 187/2010 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung



