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Bakterien im Dieseltank

5.07.2010 | Allgemein

Im Diesel lebende Organismen können den Motor blockieren.

Es sind Bakterien oder Mikroben im Dieselkraftstoff, deren Ablagerungen Filter und Leitungen verstopfen können und so die Zuverlässigkeit des Bootsmotors beeinträchtigen. Tatsächlich gibt es mehrere aktuelle Faktoren, die Bakterienwachstum im Dieseltank beflügeln können. Das ist einerseits der aus Umweltgründen reduzierte Schwefelgehalt des Kraftstoffes und andererseits der erhöhte, weil vorgeschriebene Anteil des Biosprits von sieben Prozent im Dieselkraftstoff. Dazu kommt die alte Tatsache, dass sich durch Kondensation Wasser, die Grundlage des Bakterienwachstums, im Dieseltank sammeln kann.

Es steht fest, daß ein Mikroorganismen-Befall nur dann möglich ist, wenn sich Wasser in den Tanks befindet. Das Wasser, das auf unterschiedliche Art in den Treibstoffbehälter gelangen kann (zum Beispiel als Kondenswasser durch tag- und nachtbedingte Temperaturunterschiede im Tank), lagert sich, da es schwerer als Diesel ist, größtenteils am Boden ab. Gelangen mit dem Treibstoff oder Wasser eingeschleppte Pilze oder Bakterien an die Grenzschicht zwischen Diesel und Wasser, finden sie ideale Lebensbedingungen vor.

Zahlreiche Mikroorganismen leben sozusagen vom Treibstoff: Sie sind in der Lage, Mineralölprodukte biologisch zu oxydieren, brauchen jedoch das Wasser, da sie nur dort Keime bilden können. Wie in vielen Bereichen der Biologie spielt dabei die Temperatur eine wichtige Rolle: 30 bis 40 Grad sind für ein rasches Wachstum (Vermehrung) ideal, und das ist auch einer der Gründe, warum verseuchter Diesel eher ein Problem des Mittelmeeres als eines der Ost- und Nordsee ist. Neben dem Verstopfungsproblem geht von den ungebetenen Gästen jedoch noch eine andere Gefahr aus, nämlich die mikrobakterielle Korrosion, die nicht durch die Bakterien selbst, sondern durch deren Stoffwechselprodukte erzeugt wird. Es handelt sich dabei um aggressiven Schwefelwasserstoff, der beispielsweise die Aluminiumkolben eines Schiffsdiesels angreift und auf lange Sicht zerstören kann.

Bevor sich die so genannte Dieselpest großflächig verbreiten kann, hat die Branche glücklicherweise reagiert. Es gibt mittlerweile mehrere Möglichkeiten etwas für den dieselpestgepeinigten Motor zu unternehmen.

Volvo Penta empfiehlt beispielsweise zur Kontrolle der Verunreinigung als Zubehör die QL Entkeimungsanlage für Dieselkraftstoffe. Die Anlage wird zwischen Tank und Kraftstofffilter installiert. Eine andere Möglichkeit gegen die Dieselpest fußt auf chemischen Zuatzstoffen, von denen mehrere Produkte auf dem Markt sind. Die Hersteller empfehlen unterschiedliche Dosierungen entweder zum Abtöten vorhandener Bakterien oder einer Vorbeugung. Bei einem 150-Liter-Tank reicht besipielsweise bereits ein 1/8-Liter Additiv als Prophylaxe, bei manchen Produkten sogar noch weniger. Auch ein mindestens jährliches Abpumpen des Bodensumpfs aus dem Tank ist ein probates Mittel, was in der Praxis auf den meisten Yachten jedoch nicht leicht realisierbar ist.

Als Prophylaxe gilt ein Hinweis von Volvo Penta, die Maschine mindestens einmal innerhalb von 14 Tagen laufen zu lassen und immer den Tank möglichst leer zu fahren, bevor die Tankstelle wieder angefahren wird.

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2 Kommentare

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Irmi Baumhöver
Montag, 19. Juli 2010 22:52

das beste was ich bisher gesehen habe ist der AquaSmarter. In den USA weitverbreitet, soll es jetzt auch in Deutschland geben.www.aquasmarter.de
Arbeitet ohne Chemie, ohne Strom, einfach die Kapsel in den Tank und 12 Monate Ruhe

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Habe es im meinem 200 l Dieseltank seit 6 Monaten.
Einfach Klasse der AquaSmarter.


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