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Windjammerparade: „Sommerfest auf See“

27.06.2010 | Allgemein

Entspannte Fahrt bei leichten westlichen Winden.

Die Windjammerparade zur Kieler Woche und das SAR-Meet in Holtenau lockten in diesem Jahr wieder über 100.000 Menschen an. Über 120 Großsegler und Segelschiffe, darunter das Führungsschiff Thor Heyerdahl, die Kruzenshtern sowie die Sea Cloud II und der Gulden Leeuw, formierten sich am Sonnabend, 26. Juni, vielfach unter Segeln bei leichtem Westwind zur geordneten Geschwaderfahrt auf der Kieler Förde. Dazu gesellten sich zahlreiche Begleit- und Sportboote. Nach Angaben von Polizei und Hafenamt verlief das „Sommerfest auf See“ reibungslos und entspannt. Die teilnehmenden Schiffe hätten sich „für die Sehleute an Land und auf dem Wasser in diesem Jahr besonders hübsch gemacht“, so Kiels Hafenkapitän Jürgen Melzer. „Bis zum morgigen Sonntag rechnen wir wieder mit etwa drei Millionen Besucherinnen und Besuchern“, zogen Stadtpräsidentin Cathy Kietzer und Oberbürgermeister Torsten Albig am Sonnabend (26. Juni) eine vorläufige Bilanz.

Der Buchstabe „W“ wie Windjammerparade steht sinnbildlich für die Kieler Woche 2010. Der viertletzte Buchstabe des Alphabets prägt das Design und die drei Attribute, die die Kieler Woche im 128. Jahr ihres Bestehens charakterisieren: weltoffen, wunderbar und weltklasse. Völkerverständigung und Internationalität bleiben die bestimmenden Faktoren der größten Segelregatta der Welt und des größten Sommerfestes Nordeuropas. Morgens norwegischen Seglern in Schilksee zusehen, mittags auf dem Internationalen Markt in Äthiopien essen, nachmittags das WM-Fußballspiel Paraguay gegen Neuseeland sehen, abends argentinischen Tango im Hoftheater tanzen und anschließend ein tschechisches Bier trinken – das geht nur auf der Kieler Woche. „Die Stadt und ihre Menschen öffnen sich in diesen zehn Tagen für die Welt, die hier in Kiel zu Gast ist“, so Stadtpräsidentin Kietzer und Oberbürgermeister Albig.

Für die Spitzen der Landeshauptstadt ist die Kieler Woche ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein weltweit bekanntes Alleinstellungsmerkmal. Cathy Kietzer und Torsten Albig: „Es ist diese überbordende Mischung aus Segelsport, Kunst, Gesellschaftspolitik, Kultur und Lebensfreude, die dieses Gesamtkunstwerk ausmacht. Dieser zehntägige Ausnahmezustand lässt uns große und kleine Sorgen für ein paar Tage vergessen. Und er gibt uns Kraft, Schwung und Zuversicht für den Rest des Jahres.“

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