Wassersport: Hausbooturlaube sind im Trend
29.04.2010 | AllgemeinDas Angebot an Führerscheinfreien-Revieren wird immer größer.
„Unberührte Natur, romantische kleine Orte, Schlösser, Burgen, begleitet vom sanften Plätschern des Wassers“, so werden entspannte Tage auf dem Wasser mit dem Hausboot gern beschrieben.
Gerade für Kinder ist ein Urlaub auf dem Hausboot eine tolle Sache. Hier können sie in lebensechter Umgebung Pirat spielen, auf große Entdeckungsreise gehen und jede freie Minute an der frischen Luft verbringen.
Gemeinsam Strecke machen und das Boot in Fahrt halten, abends gemütlich auf der Terrasse an Deck sitzen und die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen – besser kann ein Familienurlaub nicht sein. Ist eine schöne Anlegestelle in Sicht, wirft man die Leinen und bleibt solange es einem gefällt. Hausbootferien sind Freiheit pur. Man kann zirka 6-10 Kilometer pro Stunde fahren. Aber wer will schon im Urlaub hetzen?
Nautische Vorbildung ist nicht nötig denn die schwimmenden Wohnungen können von jedem auch ohne Führerschein gelenkt werden. Man wird gründlich von dem Hausboot-Vercharterer eingewiesen und ehe man losfährt, hat man ausreichend Vertrauen erworben, mit dem Boot umgehen zu können. Die Boote sind voll ausgestattet mit allem, was Sie brauchen, viele haben sogar Luxus-Ausstattung. Dies ist eine wunderbare Art, die ganze Familie auf einen Trip zu nehmen, ohne dass man sein Bankkonto überzieht.
Wer Europa auf dem Wasserweg erkunden will, hat die Qual der Wahl. Zu den klassischen Destinationen fürs „Campen“ auf dem Wasser, wie diese Form des Wassertourismus auch manchmal spöttisch genannt wird, zählen Frankreich, Irland und Holland. Inzwischen sind auch die Wasserstraßen Norddeutschlands, Belgiens und die Seenplatte Polens für Hausbootferien erschlossen worden (www.mediamaritim.de/blog/bucher/kurs-auf-mehr-marinas-in-europa/#more-6019).
Wärmer und sonnensicherer ist es in Portugal, wo der Grande Lago, Europas größter Stausee, Liebhaber des Bootsurlaubs lockt, oder auch Italien, dessen Bootsferien-Gebiet zwischen Treviso und Porto Levante Attraktionen wie die Lagunenstadt Venedig und das „Dolce Far Niente“ an der Adria bietet.
Diese Reviere zahlreiche Anbieter im Programm. Boote kosten, je nach Saison, Gebiet und Größe (von 2 bis 8 Personen) zwischen 780 und 4.500 Euro pro Woche. Ein Hausboot der Mittelklasse zum Beispiel ist 11,40 Meter lang und 3,90 Meter breit. Es hat zwei Kabinen mit eigener Dusche und Toilette. Es gibt aber auch größere und kleinere Hausboote, von 2 bis 3 Personen und bis zu 9 Personen.
Spezielle Anbieter, wie zum Beispiel Le Boat, Europas größter Hausboot-Spezialist, haben auch Hausboote für Rollstuhlfahrer im Programm (www.mediamaritim.de/blog/charter/hausbootferien-fur-rollstuhlfahrer/#more-6153).
Es gibt spezialisierte Anbieter für Hausbooturlaube in ganz Europa. Diese finden Sie im Internet oder bei einem Reisebüro. Falls Sie sich für ein Hausboot entschieden haben, einen Hafen und einen Termin ausgewählt haben, reservieren Sie das Hausboot beim Anbieter. (per Telefon, per Fax oder per E-Mail.) Sie erhalten dann die Buchungsunterlagen zugesandt, die Sie innerhalb einer Woche unterschrieben dem Anbieter zurück schicken. Eine Anzahlung von 30% bis 40% je Anbieter ist meist sofort fällig. Die Restzahlung kann dann 4 Wochen vor Ihrer Abfahrt überwiesen werden.
Mehr Infos und Buchung unter:
www.terramarin.com
www.tui.at
www.leboat.at
www.hausboot-boeckl.at
www.ferien-auf-dem-wasser.de/
www.niederlande.de/de/urlaub-holland/hausbootferien.html
Als Lesestoff, was einen Charterer auf europäischen Flüssen erwartet, empfehlen wir das Buch “Tour de Plaisir”, eine hilfreiche Pflichtlektüre für jeden, der mit dem eigenen Boot nach Frankreich fahren will, oder eine Tour auf einem der gemütlichen Charter-Boote plant (www.mediamaritim.de/blog/bucher/tour-de-plaisir-schippern-wie-gott-in-frankreich/#more-5788).
Als Einstimmung auf einen Charterurlaub empfiehlt sich die Lektüre des Erfahrungsschatzes einer Charter-Profiseglerin: „Wasser im Schiff“ und andere Segelgeschichten. Die Autorin Silke Eggers, eine erfahrene Charterskipperin, die zehntausende Meilen abgesegelt und dabei auch bisher viermal den Atlantik überquert hat, hat ihr Wissen zusammengetragen und ein Lese(lehr)buch geschrieben. Hier können nicht nur angehende Charterskipper erfahren, wie man richtig mit einer Yacht umgeht, auch Yachteigner finden eine gleichermaßen unterhaltsame wie auch lehrreiche Lektüre. Es bringt Spaß, die „Segelabenteuer“ von Silke Eggert zu lesen. Durch kurz gefasste Resümees am Ende jedes Kapitels kann der Leser schnell feststellen, was die Autorin in ihren authentischen Geschichten falsch oder richtig gemacht hat.120 Seiten, ISBN 3-934919-04-9, EUR 13,20 oder bei www.mediamaritim.de/shop (Bücher)
Fotos: Kuhnle-Tours




Donnerstag, 6. Mai 2010 6:36
[...] Bundesverband Wassersportwirtschaft spricht von 30 Prozent mehr Charterverträgen (www.mediamaritim.de/blog/charter/wassersport-hausbooturlaube-sind-im-trend/#more-6774). Mittlerweile bieten zehn Firmen in Deutschland die Möglichkeit an, ohne Sportbootführerschein [...]