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Elektrischer Flautenschieber mit integriertem GPS

28.03.2010 | Allgemein

Markenzeichen ist ein orangefarbene Propeller am Ende der Welle.

Die Hightech-Außenbordmotoren von Torqeedo sind weltweit gefragt. Dabei entwickelt und baut die Starnberger Firma sie erst seit gut drei Jahren.

Im Jahr 2005 setzten sich der Betriebswirt Christoph Ballin und der Elektrotechniker Friedrich Böbel aus Starnberg ein ehrgeiziges Ziel: Die promovierten Tüftler wollten die besten elektrischen Bootsantriebe der Welt bauen. Heute, nur vier Jahre später, sind sie ihrem ehrgeizigen Ziel schon ein bedeutendes Stück näher gekommen. “Zehntausend Einheiten wurden bis Ende 2008 weltweit verkauft”, freut sich Klaus Peter Werner, einer von 27 Mitarbeitern, die mittlerweile von Planung, Herstellung, Vertrieb und Service der kleinen Kraftprotze leben.

Markenzeichen der kleinen Flautenschieber: Der leuchtend orangefarbene Propeller am Ende der Welle. In immer mehr deutschen, aber auch internationalen Häfen fallen sie ins Auge, angebaut an Segelyacht-Spiegeln genauso wie an Kanadiern oder Schlauchbooten. Sieht man genau hin, fällt die im Vergleich zu herkömmlichen elektrischen Bootsmotoren wuchtig dimensionierte Schraube auf. Die ist mit dreißig Zentimetern Durchmesser bis zu sieben Zentimeter größer als vergleichbare Produkte. Auch die Verwendung von drei, anstelle von nur zwei Propellerblättern ist außergewöhnlich.

Der Anbau großer Propeller wird nach Firmenangaben möglich, weil im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren mehr Kraft direkt auf die Welle gelangt. “Geringe Reichweite, schwache Leistung und riesiger Platzbedarf für schwere Batterien gibt es bei uns nicht”, sagt Firmensprecher Martin Schwarz.

Schwarz demonstriert, wie er das meint: Aus einem nur etwa elf Kilogramm schweren Packsack entnimmt er nacheinander vier größtenteils aus Kunststoff und Aluminium bestehende Teile und legt diese fein säuberlich nebeneinander auf den Bootssteg: Motor mit Propeller und zweifach umgeklapptem Schaft, Bootsbefestigung, Pinne mit Regler und 24 Volt-Batterieteil. Innerhalb von nur zwei Minuten ist aus den Einzelteilen ein kompletter, einsatzbereiter Außenbordmotor geworden. Zum Schluss wird noch das nur etwas mehr als drei Kilogramm schwere, durch das Stromnetz aufgeladene Batterieelement auf Lithium-Mangan-Basis auf den “Gasgriff” samt Steuerelement geklickt.
Das Torqeedo bietet elektrische Hightech-Außenborder an, die sich durch außerordentliche Kraft, hohe Effizienz und integrierte Lithium-Batterien auszeichnen. Das Produktspektrum reicht von sehr leichten Kajakantrieben, über Außenborder der Zehn-PS-Klasse bis hin zu Hochleistungsbatterien auf Lithium-Mangan Basis.

Torqeedo beschäftigt Mitarbeiter in den Standorten Starnberg und Chicago und liefert Motoren in über 40 Länder. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wurde das Unternehmen 2008 als herausragender Startup mit dem Deutschen Gründerpreis geehrt.
Neu für das Jahr 2009: Der Torqeedo Cruise 4.0 R besitzt die gleiche Schubkraft wie ein 9,9 PS-Benzin-Außenborder. In den Schaftkopf des Motors ist ein GPS-Empfänger integriert, der Daten an einen Bordcomputer liefert. Der Bordcomputer kombiniert Informationen aus dem Motor, den Batterien und dem GPS und zeigt verbleibende Reichweite bei aktueller Geschwindigkeit ebenso an, wie Geschwindigkeit über Grund und den aktuellen Batterieladestand.

Mehr Infos: www.torqeedo.com

Quelle: bootswirtschaft

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