Ölaufklärung aus der Luft weiterhin erfolgreich
6.03.2010 | AllgemeinAnzahl der Verschmutzungen in nationalen Gewässern erneut zurück gegangen.
Die Zahl der gemeldeten Verschmutzungen im deutschen Hoheitsgebiet und in der Ausschließlichen Wirtschaftszone ist erneut gesunken.
Obwohl die Ölaufklärungsflugzeuge des Havariekommandos (DO 228) im vergangen Jahr öfter und länger in der Luft waren, sind die gemeldeten Verschmutzungen von 66 Meldungen im Jahre 2008 auf 45 Meldungen im Jahre 2009 gesunken. Dies entspricht einer Abnahme um fast -32 %. Insgesamt wurden 593 Einsätze geflogen (336 Nordsee, 257 Ostsee), das entspricht 1569 Flugstunden über See. (913 Nordsee, 656 Ostsee).
Alle in nationalen Gewässern aufgedeckten Verschmutzungen waren von der Menge her kleiner als 1,3 m3 und nicht bekämpfungsfähig. Auch im Hoheitsgebiet der Nachbarstaaten Deutschlands wurde das Phänomen beobachtet, dass die Verschmutzungen in der Anzahl und Größe abnehmen.
Außerhalb der nationalen Gewässer haben die „Ölflieger“ des Havariekommandos mehrfach größere Verschmutzungen aufgedeckt und diese an die Nachbarstaaten gemeldet. Das geschah im Rahmen der so genannten „Regionalabkommen“, das sind Vereinbarungen, die die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Nachbarstaaten geschlossen hat.
Das Verhältnis von gefundenen Verschmutzungen (109) in Nord- und Ostsee zu den identifizierten Verursachern (24) liegt im Jahre 2009 bei 22 %, d.h. bei durchschnittlich jeder fünften gefundenen Verschmutzungen konnte ein möglicher Verursacher identifiziert werden. Dies stellt im Vergleich zu den Vorjahren einen leichten Zuwachs dar.
Die Ölaufklärung aus der Luft geschieht in enger Zusammenarbeit zwischen dem Havariekommando und dem Marinefliegergeschwader 3 (MFG 3) der Deutschen Marine in Nordholz. Das Havariekommando stellt die beiden Maschinen, bezahlt die Infrastruktur und das Personal. Das Personal gehört jedoch zum MFG 3.
Die Ölaufklärung wird mit zwei Maschinen vom Typ Do228 geleistet. Beide Luftfahrzeuge sind mit jeweils einer Missionsausrüstung, bestehend aus verschiedenen Fern- und Naherkundungssensoren ausgestattet, die eine Detektion von Schadstoffen auf der Meeresoberfläche zu jeder Tages- und Nachtzeit ermöglicht. Verantwortlich für die wissenschaftliche Betreuung der Missionsausrüstung ist die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) Koblenz, während das Havariekommando als Nutzer für den operationellen Betrieb zuständig ist.



