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Raumordnung für Nord- und Ostsee

20.02.2010 | Allgemein

Das Meer wird vom Menschen in vielfältiger Weise genutzt.

Zunehmend rücken neue Nutzungen in das Blickfeld, wie Aquakultur, Fishfarming oder Energiegewinnung. Das erfolgreiche Nebeneinander aller Nutzungs- und Schutzinteressen erfordert eine nachhaltige Raumentwicklung, die wiederum nicht ohne eine fundierte Datenbasis möglich ist.

Raumordnungspläne in Kraft getreten

Erstmals sind in Deutschland Raumordnungspläne für die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee in Kraft getreten. Darin werden unter anderem die Gebiete für einzelne Nutzungen und Funktionen wie Schifffahrt, Rohstoffgewinnung, Windenergie und Meeresumweltschutz koordiniert und festgelegt. Die Pläne, die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mit dem Bundesverkehrsministerium entwickelt wurden, hatten zuvor eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung durchlaufen. Nach den Raumordnungsplänen dürfen in Natura 2000-Gebieten (Nordsee 28%, Ostsee 56 % Flächenanteil) sowie in Vorrang- und Vorbehaltsgebieten für Schifffahrt keine Windparks errichtet werden.

Projekte

Start des Verbundprojekts “Geopotenzial Deutsche Nordsee” unter Mitarbeit des BSH. Ziel ist es, die Sedimentverteilung auf dem Meeresboden sowie den geologischen Aufbau der oberen 50 Meter des Nordseebodens zu kartieren. Außerdem sollen Rohstoffkarten für Sand- und Kiesvorkommen sowie Karten zu Baugrundeigenschaften für Offshore-Aktivitäten erstellt werden.

Start des Forschungsvorhabens “Shelf Geo-Explorer“, mit dem bisherige meeresgeologische Informationssysteme zu einem umfassenden Baugrundinformationssystem für Nord- und Ostsee ausgebaut werden.

Start des internationalen Ostseeprojektes „BaltSeaPlan“ unter Federführung des BSH, das die EU mit 3,7 Mio. € unterstützt. Auf Basis großräumiger Daten zu Nutzungen und zur Meeresumwelt der Ostsee sollen für bestimmte Modellregionen Vorschläge für grenzüberschreitende Raumordnungspläne entworfen werden.

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Ein Kommentar

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[...] Deshalb entscheidet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie über die Genehmigung von Offshore-Anlagen in der deutschen allgemeinen Wirtschaftszone grundsätzlich auf der Basis umfassender Beteiligungs- und Abstimmungsprozesse mit allen Interessengruppen. Im Vordergrund stehen dabei die Sicherheit der Schifffahrt und der Schutz der Meeresumwelt (www.mediamaritim.de/blog/institutionverein/raumordnung-fur-nord-und-ostsee/#more-5818). [...]


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