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Wassersport: Premierenmesse trotz Krise

21.01.2010 | Allgemein

Wir stellen die wichtigsten Neuheiten der boot in Düsseldorf vor.

Die boot Düsseldorf, die am Sonnabend, den 23. Januar ihre Tore öffnet, ist trotz konjunktureller Krise eine echte Premierenmesse. Es gibt jede Menge neuer Yachten. Mediamaritim.de macht es leicht, einen Überblick zu erhalten.

Fahrtenyachten

Eine Weltpremiere ist die Delphia 33.3 (10 m) aus Polen. Ihr Schwingkiel erlaubt es, auch in seichteren Gewässern zu kreuzen. Das gilt ebenso für die Delphia 40.3 (12 m) mit zwei Ruderblättern und zwei Steuerrädern (Halle/Stand 16 / C 20).

Die Nordship 360 DS (11 m), die jüngste Yacht in der Reihe der Decksalon Generation der dänischen Werft, feiert ebenfalls in Düsseldorf ihre Weltpremiere. Vom erhöhten Decksalon aus genießt man einen Rundum Meerblick (Halle/Stand 16 / D 41).

Mehrere Jahre wurde am Konzept der Najad 410 (12,20 m) aus Schweden gefeilt, um mit ihr die Vorgängerin 405 abzulösen. Bei den Fensterfronten folgt die Düsseldorf Premiere der bereits bekannten Najad 505 mit langgezogenen Salonfenstern. Nach Semi Custom Manier kann der Eigner bei vielen Details mitbestimmen (Halle/Stand 16/ C 57).

Jeanneau (Frankreich) präsentiert als Mittelklasse Neuheit die Decksalon Segelyacht Sun Odyssey 42 DS (12,80 m). Zu haben ist sie mit zwei oder drei Kabinen (Halle/Stand 16/ B 02).

Die Feeling 44‘ (14,60 m) aus Frankreich überzeugt mit ihrem außergewöhnlich hellem Innenraum. Der Tiefgang liegt je nach Eintauchtiefe des Schwertes zwischen 1,20 und 3,10 m (Halle/Stand 16 / D 54).

Die Contest 50‘ (14,99 m), eine Weltpremiere aus den Niederlanden, folgt mit ihrem Flushdeck und darin integriertem Fensterbereich dem Vorbild der erfolgreichen Schwesterschiffe 57‘ CS und 62‘ CS. Ihre Inneneinrichtung entsteht in Abstimmung mit dem Kunden, wobei unterschiedliche Entwürfe zur Auswahl stehen. Der Rumpf wird in Sandwichbauweise im Vakuum-Injektionsverfahren gebaut (Halle/Stand 16 / C 54).

Bavaria aus dem fränkischen Giebelstadt zeigt als Weltpremiere die Cruiser 45‘. Zu den besonderen Details der Yacht gehören eine Badeplattform, bündig eingebaute Luken, zwei Steuerräder sowie eine große Auswahl an Holz- und Polstervarianten (Halle/ Stand 16 / B 38).

Cruiser/Racer

Als Cruiser/Racer werden schnelle Fahrtenyachten bezeichnet. Sie sind beliebt bei Leuten, die gerne ein wenig schneller segeln wollen.

Nachdem HanseYachts die deutsche Traditionswerft Dehler (Freienohl) übernommen hat, hat Dehler in kurzer Zeit fünf neue Modelle entwickelt. Wie in der Mittelklasse die Weltpremiere Dehler 32 (9,60 m). Mit großem 9/10 2-Salingrigg und Pinnensteuerung soll die Neuheit auch der kleinen Crew Geschwindigkeiten ermöglichen, wie es vorher erst ab der 11 m Klasse möglich war. Außerdem ist als weitere Weltpremiere eine Dehler 45 zu sehen (Halle/Stand 17/ C 23).

Dehler-Mutter Hanse Yachts (Greifswald) hat in der Mittelklasse die etablierte Hanse 370 zu einer 375 (11,35 m) weiterentwickelt. Die Neuheit ist mit zwei oder drei Schlafkabinen und einem Gemeinschaftsduschbad zu haben. Als Besonderheit in dieser Klasse gibt es zwei Steuerräder im Cockpit, um je nach Lage immer den besten Überblick zu haben (Halle/Stand 16 / B 78).

Der Elan 310 Performance Cruiser (9,25 m) aus Slowenien – zum ersten Mal in Düsseldorf – wurde für schnelles Segeln konzipiert, erhielt zwei Ruderblätter für optimale Anströmung bei Lage. Das Steuerrad sitzt auf einer schwenkbaren Säule im Cockpit. Schwenkbar, damit der Steuermann jeweils von der höheren Kante aus alles im Blick hat. Zu den weiteren Besonderheiten zählen ein aus dem Bug ausfahrbarer Genakerbaum aus Carbon (Halle/Stand 17 / A 20).

Sie segelt wie eine Grand Soleil und ist gebaut wie eine Najad, meint der deutsche Händler der Maxi 1300 (12,70 m) aus Schweden. Er kann den Vergleich ziehen, weil er alle drei Marken vertritt. Teakdeck und zwei Steuerräder sind Standard, ein Kohlefasermast kostet extra (Halle/Stand 16/ C 57).

Gegenüber ihrer Vorgängerin, der Dufour 40‘, hat die 40‘ E Performance (12,35 m) aus Frankreich ein voluminöseres Heck bekommen, aus dem sich eine Badeplattform ausklappen lässt. Sie wurde für schnelles, regattataugliches Segeln konzipiert. Zwei Steuerräder sind in dieser Klasse fast schon selbstverständlich. Gewählt werden kann unter Versionen mit zwei oder drei Kabinen (Halle/Stand 16/ A 22).

Retroyachten

Klassisches Design und Retrolook in Kombination mit aktueller Technik ist bei Motorbooten bereits weit verbreitet, bei Segelbooten noch eher selten.

Die Weltpremiere N 460 (11,55 m) aus der Aphrodite Linie der schwedischen Najad Werft kommt bereits im Retrolook daher. Die Linien, Aufbauten aus Mahagoni und das Steuerrad aus Holz erinnern bereits außen an legendäre Zeiten. Innen geht es mit einem Interieur aus Mahagoni weiter. Tribut an die moderne Zeit sind die beiden Stufen im gerundeten Heck hinab zur ausklappbaren Badeleiter (Halle/Stand 16/ C 57).

Schlauchboote

Das Turbojet RIB 505 D (5,05 m) von Williams (Großbritannien) ist erstmals auf dem europäischen Festland zu sehen. Ein 110 PS starker Yanmar Turbodiesel entfaltet seine Kraft über einen Jet Antrieb ins Wasser und macht das Boot bis zu 35 kn schnell. Es eignet sich aufgrund seiner Wendigkeit und dank eines Sattelsitzes auch als Jetski Ersatz (Halle/Stand 9 / C 04).

Als Weltpremieren stellt Holmen (Schweden) eine bei Silver Marine (China) gefertigte RIB Schlauchboot Kollektion vor. Die Boote sind zwischen 2,40 und 6,60 m lang (Halle/Stand 10 / A 74).

Der englische RIB Hersteller Scorpion – erstmals auf der boot (Halle/Stand 9 / D 03) – zeigt drei Modelle: Das Sport (6,50 m), das Serket (8,50 m) und das Sting (10 m). Die RIBs von Holmen und Scorpion sind individuell mit Außenbordmotoren auszurüsten.

Sportboote

Kleine Sportboote sind beliebt bei Einsteigern und bei Leuten, die keinen festen Liegeplatz haben oder die ihr Boot auf dem Anhänger immer mal wieder zu einem anderen Revier trailern möchten. Offene Sportboote sind Schönwetterboote.

Hellwig (Erkelenz), eine der erfolgreichsten deutschen Werften für trailerbare Motorboote, zeigt als Weltpremiere den mit MerCruiser Motoren bis zu 36 kn schnellen Milos V 580 Bowrider (5,80 m). Bei einem Bowrider wird der normalerweise geschlossene Bugbereich – als Open Bow bezeichnet – für zusätzliche Sitzplätze genutzt. Der Open Bow lässt sich durch eine Kunststoffeinlage verschließen. Dann kann darauf eine Sonnenliege für drei Personen platziert werden (Halle/Stand 9 / A 22).

Die Weltpremiere Venatus Open (6,95 m) vom Bootscenter Bielefeld soll je nach Motorisierung mit einem sparsamen Dieselmotor als Verdränger und auch als Gleiter mit stärkerer Motorisierung gut laufen. Möglich macht das eine spezielle Rumpfform (Halle/Stand 9/ A 75).

In kantigem Look – der auch bei anderen Werften en vogue ist – kommt das Smartboat 23‘ (6,99 m) aus Tunesien daher. Versprochen wird dank eines speziell geformten Rumpfes eine flache Heckwelle. Der Prototyp wird mit Außenbordmotoren bestückt. Bis zu 2 x 60 PS verträgt der Heckspiegel. Künftig soll es auch Varianten mit Einbau Dieseln oder Elektromotoren geben (Halle/Stand 5 / B 22).

Sportcruiser

Sportcruiser bieten ein großes, mit Kabrioverdeck verschließbares Cockpit mit Steuerstand außen. Sie eignen sich für Schönwettertouren und haben im Vorschiff einen Salon und/oder Schlafkabinen.

Bei der für raue See konzipierten Nimbus 25‘ Paragon (7,60 m) aus Schweden wurde die Erfahrungen von Küstenwachen und Rettungsboot-Crews berücksichtigt. Der Rumpf ist mit 26,5° äußerst tief aufgekimmt, erhielt zusätzlich an den Außenkanten zwei Schwimmer, um auch in engen Kurven Stabilität zu bieten. Ein 260 PS starker Motor sorgt für ein rasantes Spitzentempo von 38,5 kn (Halle/ Stand 4 / B 59).

Windy (Norwegen) zeigt überarbeitete Sondermodelle der 32‘ Grand Tornado und 37‘ Grand Mistral mit drehbaren IPS Pod Antrieben von Volvo Penta (Halle/Stand 5 / E 20).

Die Sundeck 305 (10,15 m) der US Werft Sea Ray ist deren Erste in der 10 m Klasse mit einem Hardtop über dem Steuerstand im Cockpit (Halle/Stand 9 / D 59).

Fairline (Großbritannien) wartet mit der Targa 44‘ Gran Turismo (13,40 m) auf – mit zwei Kabinen und großzügigem Cockpit hinter dem Salon auf dem Hauptdeck (Halle/ Stand 6 / E 61).

Bei der Monte Carlo 42‘ (13,70 m) von Bénéteau aus Frankreich sollen Air Step Stufen im Rumpf Sprit sparen. Aus der Heckgarage lässt sich das Beiboot per Seilwinde zu Wasser lassen. Großzügige Stehhöhe und harmonisch auf mehrere Ebenen verteilte Wohnflächen sorgen dafür, dass auch unter Deck im Salon und in den drei Schlafkabinen kein Gefühl der Enge aufkommt. Die Deutschland Premiere Antares 42‘ (13,99 m), knapp 30 kn schnell, krönt Bénéteaus Tourenbootprogramm als Nachfolgerin der Antares 12. In die elegant gestreckten Linien wurde eine Flybridge integriert. Nach gleichem Konzept – aber kleiner – entstand die Weltpremiere 10,22 m lange Antares 30’S (Halle/Stand 4 / A 57).

Die Form der 14,20 Stromberg 46‘ (14,20 m) ermöglicht einen stufenlosen Lebensraum auf einer Ebene. Das Dach wird als 30 qm großes Sonnendeck genutzt. Mit zwei je 370 PS starken Dieselmotoren soll sie bis zu 22 kn schnell sein (Halle/Stand 6/ E 22).

Die Deutschland Premiere Sunseeker Portofino 48‘ (15,39 m) aus England wurde gegenüber dem Vorgängermodell Portofino 47‘ geringfügig länger, innen komplett überarbeit. Ihre Eignersuite erstreckt sich achtern über die gesamte Breite. Das Doppelbett der VIP-Gästekabine vorn lässt sich in zwei Einzelbetten umwandeln. Angetrieben wird sie von einem Pod-Antrieb, mit dem das Manövrieren zum Kinderspiel wird (Halle/Stand 6/ D 61).

Beim Schönwetterboot Brandaris Q52 (15,80 m) aus den Niederlanden befindet sich der Steuerstand im großen Cockpit mit zahlreichen Sitz- und Liegeflächen unter einem Hardtop, knüpft an Entwürfe der Fjord 40‘ von Hanse Yachts an (Halle/Stand 6 / A 07).

Retros

Klassisches Design und der Retrolook kombiniert mit aktueller Technik erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Im Stil der Gentlemens Runner aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand die Frauscher 717 GT aus Österreich. Das außergewöhnliche Stufenrumpfdesign ist brandaktuell. Der Mittelmotor mag noch an die goldenen Zwanziger erinnern (Halle/Stand 5/ A 21).

Arne Schmidt Yachts stellt als Weltpremiere den langen Admirals Tender Sport (8,90 m) im klassischen Design vor. Sprayrails im Rumpf sollen Spritzwasser seitlich abweisen, das Spitzentempo bei 30 kn liegen (Halle/Stand 5/ C 20).

Als Deutschland Premiere ist bei Chesa Yachts die AP42‘ Open (12,50 m) aus Italien zu sehen. Das stufenlos durchgehende Hauptdeck des Weekenders mit geräumiger Vorschiffskabine bietet vom Salon durch die hydraulisch öffnende breite Doppeltür ins Cockpit bis auf die Badeplattform Stufenfreiheit. Zwei je 480 PS Yanmar Dieselmotoren sollen sie bis zu 35 kn schnell machen (Halle/Stand 5/ A 03).

De Boarnstream aus den Niederlanden zeigt zum ersten Mal in Düsseldorf die Boarncruiser 50‘ Retro Line (14,99 m). Innen wirkt sie elegant und erinnert gar nicht mehr an die schlichten holländischen Stahlbauten der 70er Jahre (Halle/Stand 15/ A 25 – A 38).

Kleintrawler

Trawler gelten mit scharf aufgekimmtem Vorschiff als besonders seegängig. An ihren Erfolg knüpfen Kleintrawler an.

Ranger Tugs bringt den Kleintrawler R-29 (8,90 m) von der Westküste der USA zum ersten Mal nach Düsseldorf. Im Stil eines Arbeitsbootes gebaut, hat sich das Boot bereits bei langen Intercoastal Seereisen entlang der Küste vom nordwestlichen US- Bundesstaat Washington bis in den Norden Alaskas bewährt (Halle/Stand 4/ A 59).

Bénéteau (Frankreich) stellt den langen Swift Trawler 34 Sedan (11,14 m) erstmals ohne Außensteuerstand auf der Flybridge vor. Die dient hier alsAbstellplatz für Beiboot, Fahrräder, Surfbretter und andere sperrige Gegenständeoder als Sonnenliege im Kingsize-Format. Beim Rumpf und Außendesign standen die bereits etablierten großen Schwestern ST 52 und ST 42 Pate. Ein 425 PS starker Cummins-Diesel ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 21 kn gut (Halle/Stand 4 / A 57).

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