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America’s Cup: Streit geht weiter

21.01.2010 | Allgemein

Trotz des noch andauernden Streits erste Probeschläge vor Valencia.

Während die beiden Kontrahenten Alinghi und BMW ORACLE Racing ihren Streit um die die Auslegung der Regeln für den nächsten America’s Cup in einem PR-Krieg mit beidseitigen offenen Briefen ausfechten, werden die ersten Probeschläge vor Valencia gemacht.

Wie zu erwarten war ist die SN Genève nicht auf das mit Ultimatum versehene Angebot von BMW ORACLE eingegangen, die in Singapur ausgehandelte Vereinbarung zu unterschreiben und damit den Rückzug der Klagen zu erwirken. Über diese Vereinbarung gibt es unterschiedliche Auslegungen beider Parteien. Nachdem Alinghi und BMW Oracle ergebnislos die Konferenzsäle in Singapur in der vergangenen Woche verließen, erfolgte ein reger Briefwechsel der Segelclubs der beiden Kontrahenten. BMW Oracles Golden Gate Yacht Club (GGYC) stellte Ultimaten an Alinghi, die bei Erfüllung einen Ausschluss weiterer gerichtlicher Schritte vorsahen. Dafür sollte Alinghi die Änderungsforderungen des GGYC umsetzen. Der Société Nautique De Genéve (SNG), der Club Alinghis, schloss die Regelung auf diesem Wege aus. Während einer Bestehenden Drohung eines Gerichtstermins werde nicht verhandelt, so ein Sprecher. Haupt-Strittigkeiten der beiden Teams liegen im Bereich der Vermessung und dem Austragungsmodus.

Statt diesen Ultimaten nachzugeben hat das Schweizer Team mit einem Brief an die Amerikaner die überarbeiteten Versionen der Segelanweisungen und der Ausschreibung veröffentlicht, nach denen die Regattaserie aus Sicht der Schweizer ausgetragen werden soll. Danach soll unter anderem auch die Laser-Windmess-Anlage der Amerikaner verboten werden, die mit den Regukarien des AC nicht vereinbar sei. Das Communiqué des Golden Gate YC ließ nicht lanfe auf sich warten und das amerikanische Team wird nun die internationale Jury beauftragen, die Änderungen zu prüfen.

Der einzige Konsens der zerstrittenen Parteien besteht zur Zeit darin, dass es außergerichtlich zu keiner Einigung kommen wird.

Inzwischen hatte der Trimaran von BMW ORACLE Racing mit seinem Tragflächensegel sein Debüt vor Valencia. Erstmals segelte das Team seine America’s-Cup-Yacht “USA”., die beim Probesegeln in den USA noch “BOR 90″ hieß.

Die Bedingungen – vier bis acht Knoten Wind und nur wenige Wellen – waren ideal für einen ersten Test. “Wir alle waren völlig begeistert, endlich wieder zu segeln”, sagte Russell Coutts (NZL) nach einem erfolgreichen Testtag. “Es war ein langer Weg bis hierhin, alles vorzubereiten und aufs Wasser zu kommen. Aber nun haben wir einen Meilenstein für das Team hinter uns gebracht.”

Bei der Rückkehr in den Hafen begrüßten der Präsident der Generalitat Valenciana und Valencias Bürgermeisterin Rita Barberá das BMW ORACLE Racing Team offiziell in Valencia. Coutts sagte im Gespräch mit den Politikern, das Boot hieße nun “USA” und das Team sei sehr froh, wieder in seiner “zweiten Heimat” Valencia zu sein. BMW ORACLE Racing hat hier seit dem Jahr 2004 eine Team Base. Das Tragflächensegel ist beschriftet mit der Segelnummer “USA 17″, mit der Teamgründer Larry Ellison (USA) viele erfolgreiche Kampagnen bestritten und unter anderem fünf Maxi Weltmeisterschaften mit der Yacht “Sayonara” gewonnen hatte.

Alinghi hatte bereits die ersten Probeschläge mit dem neuen Riesenvogel absolviert (www.mediamaritim.de/blog/regatta/alinghi-5-erstmals-vor-valencia-gesegelt/).

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