mediamaritim internationalNeues aus der Welt des WassersportsJobbörseVideosBücherMaritimes Antiquariat
Mediamaritim international
Emo

Ein Segel-Traum wurde wahr

9.01.2010 | Allgemein

Erster Querschnittsgelähmter segelt solo über den Atlantik.

Seit 25 Jahren sitzt der Brite Geoff Holt im Rollstuhl und konnte sich jetzt einen lang gehegten Traum erfüllen: noch einmal solo über den Atlantik segeln. Vor seinem Tauchunfall, der ihn seitdem an den Rollstuhl gefesselt hat, hatte Holt bereits dreimal den Ozean überquert.

Anfang Dezember startete der 43-jährige Geoff Holt aus dem südenglischen Southampton seine 2.700 Seemeilen lange Reise von Lanzarote zu den Jungferninseln (www.mediamaritim.de/blog/personality/im-rollstuhl-uber-den-atlantik-video/#more-5087). Jetzt konnte Geoff Holt in der Cane Garden Bay, British Virgin Islands, seinen Törn nach 28 Tagen erfolgreich beenden. Debbie Blachford, Manager der Organisation RYA Sailability, sagte zu der erfolgreichen Reise eines Querschnittgelähmten: “Wir sind wirklich begeistert und freuen uns für Geoff, dass er seine persönliche Atlantik-Herausforderung wahr machen konnte. Er ist wirklich eine Inspiration für andere, denn er hat gezeigt, dass es für behinderte Menschen möglich ist, zu leben, eine Herausforderung im Leben anzunehmen und er hat uns allen gezeigt, dass wir mit harter Arbeit und Entschlossenheit unseren Traum verwirklichen können, was immer es ist.“

Auf seinem 60-Fuß Katamaran „Impossible Dream“ konnte sich Holt mit seinem Rollstuhl frei bewegen und das Schiff trotz seiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit von Armen und Händen dank hydraulischer Einrichtungen für Winschen und Segel vollkommen eigenständig segeln. Während der Überfahrt hatte Holt für seine persönlichen Bedürfnisse Unterstützung von einer Pflegekraft, die jedoch weder in die Führung des Katamarans noch in die Navigation eingegriffen hat. Auch der Kameramann Digby Fox war nur für die Dokumentation der Reise an Bord.

Kurz vor der Ankunft auf den Jungferninseln gab es noch technische Probleme, die das Unterfangen fast noch scheitern ließen, denn die Energiequelle für alle Winschen und Hydrauliken war ausgefallen. Durch lange Flauten war der Dieselvorrat war der Dieselvorrat knapp geworden, so dass Holt Strom sparen musste und damit wesentliche elektrische Funktionen ausfielen oder stark eingeschränkt waren. Mit neuem Diesel, den Holt auf See von einem Begleitschiff übernehmen konnte, wurde die Reise fortgesetzt und erfolgreich beendet.

Geoff sagte nach seiner Ankunft der BBC: “Behinderung muss kein Hindernis für die Erreichung von Träumen sein … es geht um den Glauben an sich selbst und um die Bereitschaft, eventuell vom Ergebnis enttäuscht zu werden.”

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0

Ein Kommentar


Kommentar abgeben