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One night stand auf Cabrera

21.12.2009 | Allgemein

Dieses Archipel liegt nur fünf Meilen südlich von Cape Salinas, dem südlichsten Zipfel der Teutoneninsel.

Gerade mal 30 Seemeilen trennen das quirlige Palma de Mallorca vom absolut ruhig gelegenen Naturpark-Archipel Cabrera mit seinen 19 kleinen Eilanden.

Die himmlische Ruhe auf Cabrera hat ihren Grund, denn der Naturpark darf (fast) nicht befahren werden, das Gebiet ist Militärbesitz und Nationalpark in einem. Wer hierhin will, muss sich bereits vorab um das kostenlose “Cabrera-Permit” bemühen, das jeweils nur zum Aufenthalt für eine befristete Zeit im Archipel ausgestellt wird: eine Nacht im Juli und August, zwei Nächte im Juni und September und bis zu sieben Nächte in der übrigen Zeit. Für Charteryachten übernimmt die Beschaffung des Permit das Charterbüro vor Ort..
Festgemacht und übernachtet werden darf nur an den speziell für Yachten ausgelegten Bojen in der geschützten Hafenbucht Porto Petro. Zum Schutz der Natur bleibt der eigene Anker im Bugbeschlag. Diese Regelungen werden von Parkrangern überwacht. Die Nationalpark-Ranger sind mit einem Powerboat ausgerüstet und achten streng auf die Einhaltung der Vorschriften. Alledings kommt einem dies angesichts des Ansturms an Besuchern und deren absichtlichen oder unabsichtlichen Regelübertritten manchmal wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel vor.

Es gibt zwei Bojenfelder, die beide an der Hauptinsel liegen. Im Osten Cabreras in der Cala Es Burri und im Naturhafen der Insel Puerto de Cabrera. Nur am Kai im Hafen darf man anlegen und an Land gehen und das auch nur mit dem Dinghi. Dort gibt es ein Informationsbüro der Nationalparkverwaltung und ein kleines Restaurant. Die Anzahl der Bojenplätze ist begrenzt, so dass man unbedingt schon im Voraus seinen Besuchstag planen und das Permit bestellen muss. Die Bojen werden nach Antragseingang zugeteilt. Auf den Inseln finden sich zum Teil endemische Tiere und Pflanzen, die durch die Begrenzung der Touristenströme geschützt werden sollen.

Das Landschaftsbild ist ziemlich felsig und verkarstet, wofür die wilden Ziegen verantwortlich waren, die mit ihrem Appetit auf frisches Grün jeden Baumwuchs im Keim erstickten. Sie wurden vor einigen Jahren von der Insel gebracht, weil die Gefahr bestand, dass sie alles Grün abgrasen.

Insgesamt ist die Insel relativ flach mit vielen felsigen Buchteinschnitten, darunter ein sehr großer, windgeschützter Naturhafen. Die höchste Erhebung ist 172 Meter hoch. Es gibt mehrere Höhlen, unter anderem die berühmte Cova Blava („Blaue Grotte“).

Im Jahr 1991 wurde der Archipel einschließlich des umliegenden Meeresgebietes zum Nationalpark erklärt. Seit dem 1. Juli 2008 besteht in Colònia de Sant Jordi, am Plaça Es Dolç, ein Besucherzentrum des Nationalparks Cabrera.

Ein lohnender Spaziergang: Zum Sonnenuntergang etwa fünf Kilometer nach Südwest über die Insel zum Punta Anciola, dem knapp 100 Meter hoch über dem Meer thronenden Leuchtturm.

Mehr Informationen:
Comandancia de Marina
Estación Naval de Porto Pí.
C/ Dique del Oeste, s/n
07015 Palma de Mallorca
Tel. 971 709 900 oder 971 709 918

Büro des Nationalparks:
Plaza de España, 8; 1º
07002 Palma de Mallorca (Illes Balears)
Tel: 971 725 010. Fax: 971 725 585
Email: cabrera@mma.es

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Ein Kommentar

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[...] Süden Mallorcas entfernt – doch das reicht aus, um in eine gänzlich andere Welt einzutauchen. (www.mediamaritim.de/blog/reviere/one-night-stand-auf-cabrera/#more-5182). Kleine Buchten mit menschenleeren Sandstränden, Felsriffe und Höhlen, die ein tiefblaues Meer [...]


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