HVS setzt neue Akzente
16.12.2009 | AllgemeinStapellauf der 14. „Hamburg“ mit Segnung durch einen Maori Priester.
Der Hamburgische Verein Seefahrt e.V. (HVS) ließ neues Flaggschiff für die Jugendarbeit in Neuseeland bauen.
In der Rekordbauzeit von sieben Monaten ließ der Verein in Neuseeland sein neues Flaggschiff, eine 52,3 Fuß (15,95 m) lange Hochseeyacht, bauen. Das Schiff, die 14. „Hamburg“ in der 107 jährigen Vereinsgeschichte, ist laut Vereissprecher die konsequente Verwirklichung des Vereinszweckes, nämlich der Jugend Gelegenheit zur Erlernung und Ausübung des Segelsports zu geben. Zur Erreichung dieses Zieles wird der Verein seit 2001 von der Hamburger Sparkasse gefördert.
Konsequenterweise wird deshalb auch das neue Schiff wieder auf den Namen „Haspa Hamburg“ getauft.
„Wir wollten von vornherein ein robustes Schiff, das für die weltweite Fahrt geeignet ist und kein extremer Ultraleichtbau haben“, sagt der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Detlef Thomsen. „Uns ist damit klar, dass man bei diesem Boot in einigen Punkten, zum Beispiel bem Rumpf in Form und Material Kompromisse eingehen musste.
Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Steuern sowie ein einfaches Handling aber auch eine lange Lebenszeit hatten genauso Vorrang bei der Planung wie die Innenaufteilung, um nicht nur auf Langreisen, sondern auch im Hafen mit voller Crew unter Deck wohnen zu können. Trotzdem entstand in der Wellingtoner Werft Hakes Marine ein sehr schnelles und sportliches Schiff“. Konstruiert wurde die neue „Haspa“ vom renommierten Designbüro Judel/Vrolijk & Co in Bremerhaven.
Die neue Haspa Hamburg erhält einen Carbonmast aus der neuseeländischen Mastenschmiede Hall Spars und Segel von Doyle Sails – beide ansässig in Auckland. Profimäßig ist auch die Navigation. Ganz „im Keller“, direkt unter dem Cockpitboden, laufen die Daten des Schiffes zusammen, aus denen der Navigator den optimalen Kurs bestimmen soll. „Die einen meinen, es sei eine Folterkammer, den anderen glänzen die Augen beim Anblick der modernen Navigation“, schmunzelt Christian Heermann, Mitglied der Segelgruppe und berufsbedingt begeisterter Elektroniker.
„Hakes Marine, die Bauwerft in Wellington, hat einen super Job gemacht“, stellt der stellvertretende Vorsitzende Henning Rocholl, der in diesen Tagen die Abnahme vor Ort begleitet, fest. Der „Stapellauf“ fand in Gegenwart von Frau Susanne Gentejohann von der Deutschen Botschaft ganz unspektakulär mit einem Kran statt, nicht jedoch ohne zuvor eine Segnung durch den Maori Priester Takaria Smith erhalten zu haben.
Jedes Schiff des Vereins hat traditionell einen Inspektor, meist junge Leute aus der Segelgruppe Störtebeker, dem aktiven Teil des HVS. Dieses Mal wird es richtig jung: Nach dem Motto, „Jugend voran“, übernimmt Johan Wilckens mit 20 Jahren für den HVS die technische Verantwortung über das Schiff. Ein Grund genug für ihn bereits seit einem Monat vor Ort zu sein und das Ende der Bauzeit in allen Schritten zu begleiten.
Am 5. Februar wird die Yacht in Auckland auf einen Containerfrachter der Reederei Hamburg Süd verladen, die den Transport per „Huckepack“ nach Hamburg gestiftet hat. Einer fiebert diesem Tag besonders entgegen: Johan! „Einer muss ja das Schiff betreuen“, schmunzelt er und freut sich auf eine Seereise um die halbe Welt, um danach Anfang April den restlichen Vereinsmitgliedern „unser Baby“ zu präsentieren und für die offizielle Taufe in Hamburg vorzubereiten.
Technische Daten:
LüA (incl. Bugsprit): 17,20 m
Rumpflänge: 15,95 m
Wasserlinienlänge: 15,00 m
Breite: 4,80 m
Tiefgang: 3,50 m (11,48′)
Verdrängung: 12,8 t
Ballastbombe: 5,4 t
Rigg
Masthöhe (ohne Ant.): 25,23 m
I 22,00 m
P 21,50 m
E 7,29 m
J 6,35 m
Maximale Segelflächen
Großsegel: 97 qm
Genua (100%): 70 qm
Genaker: 250 qm




Freitag, 30. April 2010 6:28
[...] Design des renommierten Bremerhavener Konstruktionsbüros judel/vrolijk bei Hakes Marine gebaut (www.mediamaritim.de/blog/ausbildung/hvs-setzt-neue-akzente/#more-5137). Werftchef Paul Hakes ließ es sich genauso wenig nehmen, wie Mike Castania aus den USA, der [...]