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Lüchtenborgs Reise nur ein Bluff?

4.12.2009 | Allgemein

Ausgerechnet nach Bluff Harbour wurde Lüchtenborgs Yacht geschleppt.

Nach seiner Rettung, am 150. Seetag nach 17.455 Seemeilen, notierte Bernt Lüchtenborg. „Ich hab die Annäherung per Schiff an eine Insel immer geliebt, aber nach 270sm im Schlepp des Fischerbootes XS und des Erreichens der Südinsel von Neuseeland, lief jede Stimmung ins Leere. Fühle mich wie betäubt. Non-Stop um die Welt: Der Traum war für mich zwar schon vorbei, als ich vor der Isla Cies, Kapverden, Brasilien und der Isla Crozet, aus technischen Gründen einen Stopp einlegen musste, dennoch komm ich nur schwer aus meiner Lethargie.“

Der mit so vielen Vorschußlorbeeren bedachte Rekordversuch des 56-Jährigen, die Welt mit nur einem Zwischenstopp zur Verproviantierung zu umsegeln, scheint geplatzt zu sein. Nachdem Lüchtenborg nach einer Havarie vor Neuseeland von Bord seiner Horizons geborgen wurde (www.mediamaritim.de/blog/allgemein/sail2horizons-havarist-gerettet/#more-4897) scheint das gesamte Projekt nicht so abgelaufen zu sein, wie geplant. Es muß bereits vor der Havarie zwei Unterbrechungen des als Nonstop-Weltumsegelung angelegten Rekords gegeben haben.

Lüchtenborg gibt an, mit dem Druck nicht zurecht gekommen zu sein, unter den er sich selbst gestzt habe und die Erwartungen, die seine Unterstützer in ihn gesetzt hatten. „Das Projekt ist hinsichtlich der Nonstop-Fahrt gestorben. Das war es für mich schon seit meinem Aufenthalt auf den Kapverden. Nach Außen habe ich das aber verschwiegen, ja sogar vertuscht“, gab Lüchtenborg zu. Damit hat Lüchtenborg dem gsamten Projekt, das durch eine wissenschaftliche Begleitung und dem Anspruch, benachteiligten Kindern durch diesen Rekord helfen zu wollen, keinen guten Dienst erwiesen.

Ob Lüchtenborg seine in Neuseeland zwangsweise unterbrochene Reise nach Reparatur seiner Yacht fortsetzen wird, ist noch unklar. Nicht bestätigt wurde von Lüchtenborg und seinem Team eine Meldung, dass eine schnelle Rückkehr geplant sei.

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2 Kommentare

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Ein Seemann, der nicht in der Lage ist, sich bei seinen Rettern in aller Form und Öffentlichkeit zu bedanken, ist von einem grenzenlosen Egoismus befallen. Dieser zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamten Logbucheintragungen. Menschen mit einem derartigem Drang nach Anerkennung und Selbstbestaetigung sollten sich nicht dem Risiko einer Ein-Mann Non-Stop-Weltumsegelung aussetzen. Darüber hinaus scheint ihm offensichtlich die seemännische Befähigung zu fehlen, sich im Falle eines Ruderbruchs aus der entstandenen Lage selbst zu befreien. Es ist schon grob fahrlässig, ohne einen sinnvollen Ruderersatz wie zB eine zweite Windsteueranlage oder verschiedene Seeanker so eine Reise zu beginnen. Es ist fuer mich nicht erkennbar, weshalb er sich von einem weitgehend dichten Schiff in zwar ungemütlicher aber nicht gefährlichen See abbergen liessen. Das Abbergen erscheint wesentlich risikoreicher als das Ausharren bis Schlepphilfe da ist. Die Fahrt durchs Wasser hätte er ohne weiteres durch Ausbringen von Seeankern reduzieren koennen und Schlepphilfe anfordern koennen. Die wären auch innerhalb von 3 Tagen da gewesen. Schliesslich befand er sich in einem freien Seegebiet. Wenn jeder Fahrzeugfuehrer sein Schiff aufgibt, der Manoevrierunfähig auf hoher See treibt, wuerden ungezaehlte herrenlose Schiffe auf den Weltmeeren treiben. Die Aktion wirft mehr Fragen auf als Lüchtenborg bisher überzeugende Antworten lieferte. Man darf gespannt sein, wie er sein Verhalten erklaeren wird.

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[...] der Öffentlichkeit in regelmäßigen Logs von Bord der “Horizons” dargestellt wurde (www.mediamaritim.de/blog/rekorde/luchtenborgs-reise-nur-ein-bluff/#more-5009). Inzwischen hat Lüchtenborg eingeräumt, nicht bekannt gemachte Zwischenstopps eingelegt und auch [...]


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