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America’s Cup: Streiten wie gewohnt

27.11.2009 | Allgemein

Alinghi zieht seinen Kompromissvorschlag zurück.

Bei der Anhörung vor dem Obersten Gerichtshofs in New York ist der America’s-Cup-Titelverteidiger, die Société Nautique de Genève (SNG), von seinem Kompromissvorschlag, die Veranstaltung im kommenden Februar vor Valencia auszusegeln, abgerückt. Stattdessen wollen die Schweizer das Duell gegen Herausforderer BMW-Oracle nun wieder im von ihnen ursprünglich als Austragungsort gewählten Emirat Ras al-Chaimah ausrichten. Notfalls soll der Kampf um die älteste Sport-Trophäe der Welt sogar vom kommenden Februar auf den folgenden Mai verschoben werden.

Der America’s-Cup-Titelverteidiger hofft, dass Tradition und Rechte von der Berufungskammer bewahrt werden und im Sinne von Alinghi neu entschieden wird. Die Société Nautique de Genève (SNG), argumentierte vor der Berufungskammer des New York Supreme Court zur Verteidigung von zwei grundlegenden Rechten, die dem Titelverteidiger gemäss Deed of Gift zustehen: Das Recht, den Austragungsort zu wählen, und das Recht, gegen einen Challenger anzutreten, der sich an die Vermessungsbestimmungen der Deed of Gift hält.

Alinghi schien vor kurzer Zeit noch im nun schon fast zweieinhalb Jahre andauernden Streit mit BMW-Oracle einzulenken und auf den von den Amerikanern vorgeschlagenen Austragungsort Valencia, wo der Cup bereits 2007 ausgesegelt worden war, einzugehen. Nun änderten die Schweizer jedoch ihre Meinung und berufen sich auf das ebenfalls in der Stiftungsurkunde festgelegte Recht des Titelverteidigers, den Cup-Schauplatz zu wählen. Bestärkt sieht sich Alinghi zudem von einem Urteil von Kornreichs Richterkollegen Herman Cahn, der im Mai 2008 festgelegt hatte, dass die Veranstaltung “in Valencia oder an irgendeinem anderen” von den Eidgenossen gewählten Ort stattfinden könne.

Bei BMW-Oracle zeigte man sich von dem Sinneswandel der Eidgenossen schockiert. Nachdem man sich zuletzt auf Valencia geeinigt hatte, brachten die Amerikaner Teile ihres Equipments bereits auf den Weg in die spanische Metropole. Ein Wechsel des Schauplatzes sei “unfair”. “Wenn das Rennen jetzt doch nicht in Valencia stattfinden würde, wären wir stark benachteiligt”, meinte BMW-Oracle-Sprecher Tom Ehmann.

Die meisten Beobachter erwarten, dass Alinghi mit dem neuerlichen Vorstoß für Ras al Khaimah nicht durchkommen wird. Eine Entscheidung wird für Anfang Dezember erwartet.

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