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Darßer Ort: Nothafen wird Seenotrettungsstation

21.11.2009 | Allgemein

Umweltverbände stimmen gerichtlichem Vergleich zur Baggerung zu.

Durch die Zustimmung zu einem gerichtlichen Vergleichsangebot haben die Umweltverbände WWF Deutschland und BUND den Weg frei gemacht für die letztmalige Baggerung der Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort. Damit können die Arbeiten zur Wiederherstellung einer Zufahrt zum Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers sofort wieder aufgenommen werden. Verkehrsminister Schlotmann und WWF-Ostseeexperte Jochen Lamp teilten übereinstimmend mit, dass im Interesse sicherer Wasserverkehrswege der Seenotkreuzer Anfang 2010 wieder am Darßer Ort stationiert sein wird.

“Es geht um die Rettung von Menschenleben, nicht darum, wer recht hat”, sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann. Bei einem Rechtsstreit hätte der Seenotrettungskreuzer unabhängig vom Ausgang des Verfahrens in der nächsten Saison nicht wieder im Nothafen liegen können, zumal im Frühjahr und Herbst jeweils mehrere Monate lang aus Naturschutzgründen nicht gebaggert werden darf.

Für den Verzicht auf eine längere Blockade der Baggerarbeiten durch einen Rechtsstreit hat die Landesregierung den Naturschützern zugestanden, dass diese Baggerung definitiv die letzte sein wird. Der Nothafen wird künftig nur noch als Stützpunkt für die Seenotrettung genutzt werden und ein Teil des ehemaligen Hafenbeckens wird der Natur zurückgegeben. Ein Teil des Sandes aus der Hafenzufahrt wird zur Umgestaltung des Hafenbeckens als Strandsee genutzt. Ein weiterer Teil des Sandes wird so verklappt, dass er für die Küstenbildungsprozesse im Nationalpark zur Verfügung steht.

„Wir konnten zwar unsere Forderung nicht durchsetzen, dass die Baggerung gar nicht mehr stattfindet und auch nicht, dass aller Sand zur Renaturierung des Hafenbeckens genutzt wird. Dennoch haben wir erreicht, dass nun das Kapitel Nothafen Darßer Ort endlich geschlossen werden kann. Ein langer qualvoller Streit vor Gericht hätte uns vielleicht Recht gegeben, jedoch die Fronten für die notwendige politische Lösung des Gesamtproblems verhärtet“ kommentiert Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin des BUND.

“Es ist bedauerlich, dass erneut eine Wunde in die Kernzone des Nationalparks geschlagen wird. Entscheidend an diesem Kompromiss ist aber, dass sich die Nutzung des Hafens auf die Seenotrettung beschränkt und dass die nächste Versandung die letzte Frist zur Realisierung einer Hafenalternative darstellt“ sagte Jochen Lamp, Ostseeexperte des WWF. „Nun ist es Aufgabe von Kommunalpolitikern, Landesregierung und Wassersportlern, die gesetzte Frist zu nutzen und schnell einen dauerhaften Etappenhafen für Wassersportler und Standort für den Rettungskreuzer zu realisieren.“ so Lamp weiter. Der WWF ist seit Jahren Betreiber des Nothafens und hatte die Lösung mit ausgehandelt.

Am Darßer Ort befindet sich ein Nothafen für Freizeitskipper, der zurzeit geschlossen ist. Dieser Nothafen sollte ab November 2009 wieder ausgebaggert und vertieft werden, um hier einen Seenotrettungskreuzer stationieren zu können (www.mediamaritim.de/blog/reviere/wassersport-baggerung-im-nothafen-darser-ort-beginnt/#more-4506). In der Vergangenheit war der Nothafen umstritten: Oft wurde er von Seglern als günstige Übernachtungsmöglichkeit ohne Notfall angelaufen. Nach Fertigstellung eines in Prerow geplanten Hafens für 250 Sport- und Fischerboote sowie einen Seenotrettungskreuzer soll der Nothafen endgültig geschlossen werden (www.mediamaritim.de/blog/reviere/darser-ort-nothafen-soll-zugeschuttet-werden/#more-4402).

Quelle: www.wwf.de

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Ein Kommentar

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[...] etwa 600.000 Euro. Um sie wurde auf Kosten von Fischern und Wassersportlern lange gestritten (www.mediamaritim.de/blog/institutionverein/nothafen-wird-seenotrettungsstation/#more-4850, http://www.mediamaritim.de/blog/reviere/darser-ort-nothafen-soll-zugeschuttet-werden/#more-4402). [...]


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