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Neue “Titanic”-Expedition

7.11.2009 | Allgemein

In einer siebten Expedition sollen weitere Schätze geborgen werden.

Das Wrack des Luxusliners «Titanic» soll möglicherweise schon 2010 erneut durchsucht werden. Nach Angaben des US-Bundesgerichts in Norfolk im Bundesstaat Virginia erwägt das amerikanische Unternehmen RMS Titanic Inc. in Atlanta, eine weitere Expedition auf den Grund des Atlantiks vor Neufundland zu starten.

Dort hatte die «Titanic» auf ihrer Jungfernfahrt vom südenglischen Southampton nach New York am 15. April 1912 einen Eisberg gerammt und war gesunken. Sie zog 1.500 Passagiere und Besatzungsmitglieder mit in die Tiefe.

Nachdem der amerikanische Tiefseeforscher Robert D. Ballard das Wrack des Schiffes 1985 entdeckt hatte, erwarb RMS Titanic Inc. die Bergungsrechte. Das Wrack liegt in einer Tiefe von etwa 3.800 Metern. Jetzt bemüht sich das Unternehmen dem Gericht zufolge um die Genehmigung für die siebte Expedition sowie das Recht, über die Erinnerungsstücke von der «Titanic» verfügen zu können, denn bisher gehören dem Unternehmen nicht die rund 5.900 Artefakte, die bislang vom Meeresboden geholt wurden – ihr Gesamtwert wird auf etwa 110 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) geschätzt.

Bei der Anhörung in dieser Woche wird RMS Titanic vermutlich den Eigentumstitel an allen Fundstücken und eine Bergungsprämie zur Finanzierung der Expedition beantragen. Die Vorsitzende Richterin Rebecca Beach Smith, eine ausgewiesene Seerechtsexpertin, betrachtet das Wrack allerdings als internationalen Schatz. Ihr dürfte es insbesondere darum gehen sicherzustellen, dass die geborgenen Objekte als Sammlung erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

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