Zoll prüft in den Nordseehäfen
30.08.2009 | AllgemeinErfolgreiche Aktion der Kontrollkräfte der Hauptzollämter.
Am 23. und 24. August 2009 überprüften Zollbeamte den Reise- und Sportbootverkehr sowie Dienstleistungsbetriebe in den Häfen an der gesamten deutschen Nordseeküste.
An beiden Tagen kontrollierten jeweils etwa 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauptzollämter Bremen, Oldenburg, Itzehoe und Hamburg-Hafen insgesamt
- 821 Sportboote,
- 1.450 Reisende,
- 120 Arbeitsstellen und / oder Dienstleistungsbetriebe.
Die Fahrer von 32 Sportbooten konnten vor Ort nicht den zollredlichen Besitz des Fahrzeugs nachweisen. Diese müssen nun in den nächsten Tagen mit entsprechenden Nachfragen der zuständigen Finanzbehörden rechnen. In einem Fall stellten die Beamten in den Treibstofftanks gekennzeichnetes Gasöl fest.
In den hafenansässigen Betrieben wurden insgesamt 315 Arbeitnehmer überprüft.
Bei elf Personen konnten die angetroffenen Personen nicht die nötigen Dokumente vorlegen bzw. ergab sich ein Verdacht der Schwarzarbeit. Sieben der angetroffenen Arbeitnehmer stehen im Verdacht des Leistungsmissbrauchs. Eine Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohnes wurde bei zwei Arbeitsverhältnissen festgestellt. In allen Verdachtsfällen werden in den kommenden Tagen weitere Nachforschungen angestellt. Bei einem Fährpassagier fanden die Zöllner insgesamt 57 Gramm Marihuana. Im Rahmen der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden einschlägige Utensilien zum Konsum und zum Anbau von Marihuana gefunden. Die Ermittlungen dauern weiter an.
Ein Yachtbesitzer wurde verwarnt, weil er zunächst die Anhaltesignale eines Zollbootes nicht befolgte. Auch er konnte, nachdem er angehalten wurde, den zollredlichen Besitz seiner neuen Yacht nicht nachweisen.
Erstmals haben die neu strukturierten Kontrollkräfte der Hauptzollämter im Bezirk der Bundesfinanzdirektion Nord bei einer verdachtsunabhängigen Kontrollmaßnahme in dieser Größenordnung zusammengearbeitet.
„Es zeigt sich, dass wir in der neuen Struktur gut aufgestellt sind und wir durch die Bündelung der Kräfte in der Lage sind, auch in großer Fläche wirkungsvoll vollumfängliche Kontrollmaßnahmen durchzuführen”, sagte Einsatzleiter Martin Burlon (Hauptzollamt Hamburg-Hafen). Nicht zuletzt auch aufgrund der durchweg positiven Resonanz – auch von Seiten der Sportbootfahrer und der Hafenanlieger – werden auch zukünftig derartige Einsätze durchgeführt.




Mittwoch, 2. September 2009 20:05
Davon wusste ich bisher nichts, dass auch auf dem Wasser recht umfangreiche Kontrollen stattfinden. Ist ja auch nur … eh, gerecht.
Danke für den Hinweis!