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Vendée Globe: Weitere Aufgabe

1.01.2009 | Allgemein

Jean-Pierre Dick verliert Bb-Ruder nach Kollision und muss sich geschlagen geben.

(Konrad Kubisch) Ausgerechnet am letzten Tag des Jahres traf es den Franzosen Jean-Pierre Dick erneut mit einer Havarie bei der Vendée Globe. Seine Paprec-Virbac 2 segelte unter Großsegel und Gennaker mit 15 Knoten, als sie auf einen unbekannten Gegenstand traf. Dabei riß sich das Bb.-Ruder los.

Das ist für Dick ein schwerer Verlust, denn bereits das St-Ruder musste nach einer Havarie provisorisch repariert werden. Dieser Schaden hat ihn vor zwei Wochen die Führung des Feldes gekostet.

Jean-Pierre Dick wollte die Vendée Globe zumindest zu Ende segeln, wenn er sich auch keinen Platz mehr auf dem Siegerpodest ausrechnen konnte. Doch jetzt muss er sich geschlagen geben und Kurs auf das 2.000 Seemeilen entfernte Neuseeland nehmen.

Somit sind nach 52 Tagen nur noch 15 von 30 Schiffen im Rennen. Ein Ausfall von der Hälfte der Teilnehmer seit nach Angaben von Fachleuten bei dieser harten Regatta zu erwarten gewesen. Das große Feld dieser Regatta sorgte für erheblichen Druck beim Kampf um die Ränge, das auch aggressiveres segeln und eine Beanspruchung des Materials bis an die Grenze zur Folge hat. Hinzu kommt noch, dass auch der Indische Ozean wollte bei der sechsten Auflage der Veranstaltung die Schiffe nicht gerade geschont hat.

Dass ausgerechnet Michel Desjoyeaux mit Foncia trotz Aufholjagd führt, spricht für das Schiff und den Skipper und ist vielleicht die Ausnahme der Regel. Beide schonten sich kaum, um die 360 verlorenen Seemeilen einzuholen, als Dejoyeaux nach dem Start wegen eines Problems am Motor zurück nach Les Sables d’Olonne segelte, und erneut startete.

Der Rückstand ab etwa Rang 10 von mehr als 2.500 Seemeilen für Norbet Sedlacek und 5.000 Seemeilen von Raphaël Dinelli erklärt sich nicht alleine aufgrund der Schiffe. Hier dürfte die Parole “sicher ankommen” ganz im Vordergrund stehen. Vom Podium träumten diese Skipper ohnehin nicht, doch wer weiß jetzt schon, ob sich diese Taktik sich am Ende nicht doch auszahlt.

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