Weniger Verkehr auf dem NOK
21.12.2008 | AllgemeinEinbrüche bei den Verkehrzahlen im Nord-Ostsee-Kanal.
Im November 2008 hat sich der bis zum Vormonat andauernde stetige Aufwärtstrend im Nord-Ostsee-Kanal nicht fortgesetzt. Auf der knapp 100 km langen künstlichen
Seeschifffahrtsstraße kam es erstmals seit langem zu einem leichten Rückgang der Schiffspassagen. Passierten im Vorjahres-monat noch 3.780 Schiffe den NOK, so waren es in diesem Jahr 412 Schiffe weniger, ein Rückgang von 10,9 %.
Das Ladungsvolumen sank, im Vergleich zum November des Vorjahres, um 6,85 % auf 8.262.337 t. Der Grund, die sich abschwächende Wirtschaftslage. Im Gesamtzeitraum 2008 sind die Tonnagezahlen jedoch weiter angestiegen. Wurden bis zum November des Vorjahres 90.781.844 t transportiert, so waren es bis zum diesjährigen November 99.165.097 t, eine Steigerung von 9,2%. Ähnlich verhält es sich mit der Bruttoraumzahl. Stieg sie im bisherigen Jahresverlauf um 6,7 % an, so ging sie, verglichen zum Vorjahresmonat, um 9,51 % zurück.
Die größte Rolle im NOK-Verkehr spielen Mehrzweckfrachter, gefolgt von Containerschiffen und Tankern. Die durchschnittliche Größe dieser Schiffe ist weiterhin anwachsend. Die Bruttoraumzahl eines „Durchschnittsschiffes” im Gesamtverkehr auf dem NOK beträgt 4104 BRZ. Bis zum Vorjahresmonat lag die BRZ noch bei 3868.
Von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung werden die aktuellen Entwicklungen im Verkehrsgeschehen auf dem NOK aufmerksam beobachtet. „ Die allgemein schwächere Wirtschaftslage kann kurzfristig zu einem weiteren Rückgang der Transportnachfrage im Nord-Ostsee-Verkehr führen und im Zusammenspiel mit den zurzeit sehr niedrigen Treibstoffpreisen zu weiter sinkenden Schiffspassagen im NOK “, prognostiziert Jörg Heinrich, Leiter des Dezernats Schifffahrt in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel. Auswirkungen auf die Ausbauvorhaben am NOK aber werden die jüngsten Entwicklungen nicht haben, „denn der maritimen Wirtschaft sind wirtschaftliche Berg- und Talfahrten keineswegs unbekannt”.
Für das Jahr 2010 rechnen Wirtschaftsexperten mit einem erneuten Aufschwung, der sich dann auch auf die Verkehrszahlen im Nord-Ostsee-Kanal positiv auswirken kann.



