mediamaritim internationalNeues aus der Welt des WassersportsJobbörseVideosBücherMaritimes Antiquariat
Mediamaritim international
Emo

Vendée Globe: Zwei Skipper melden Schäden [VIDEO]

12.12.2008 | Allgemein

Drohender Schiffsverlust und ein gebrochenes Vorstag.

(Konrad Kubisch) Am 33. Tag auf See meldete der Schweizer Dominique Wavre (53) von der Temenis II eine schwere Havarie. Ein Teil seiner tonnenschweren Kielhalterung ist gebrochen, es droht der Verlust seines Schiffes. Dominique Wavre nimmt an der berühmtesten und härtesten Einhandregatta um die Welt teil, der Vendée Globe.

In diesen Stunden segelt die 60-Fuß große Segelyacht zirka 150 Seemeilen von den Kerguelen-Inseln im Indischen Ozean auf zehnter Position. Wellen von sechs Metern Höhe und eine aufgewühlte See drohen den tonnenschweren Kiel von der Yacht zu trennen. Das würde die totale Manövrierunfähigkeit und damit die Kenterung bedeuten. Das 8,5 t schwere Schiff, ein Owen Clarke Design aus Australien, wurde erst 2006 gebaut und mit einem seitlich durch Hydraulik schwenkbaren Kiel ausgestattet. Diese Technik erlaubt es, mit weniger Ballast auszukommen, und der Krängung durch den Winddruck auf die Segel, entgegenzuwirken.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Zur Stunde ist noch nicht klar, ob Dominique Wavre sein Schiff aufgeben muss, er versucht die Kerguelen-Inseln anzusteuern. Seine offizielle Aufgabe an der härtesten Einhandregatta um die Welt, gilt aber als sicher. Damit wären nur noch 22 von 30 Schiffen im Rennen.

Erst vor ein paar Tagen. kam es auf der Gitana Eighty zu dramatischen Minuten, als plötzlich und völlig unerwartet der Mast brach. Skipper Loïck Peyron blieb unverletzt und konnte sich aus den Resten ein Notrigg basteln. (siehe Meldung und VIDEO dazu) Auch er wird einen Nothafen anlaufen. Beide verzichteten bisher auf einen offiziellen Notruf.

Dem österreichischen Teilnehmer Norbert Sedlacek wurde in einer schweren Windbö das Vorstag seiner Yacht nauticsport-kapsch schwer beschädigt. Das Rigg ist unbeschädigt und Sedlacek konnte das Segel bergen. Das beschädigte Vorstag kann voraussichtlich mit Bordmitteln repariert werden.

In der Region, in der Sedlacek segelt, herrscht sehr schweres Wetter mit Wind aus NNW mit 6 bft (40-50 km/h), in Böen bis zu 9 bft (75 – 88 km/h). Der Luftdruck beträgt 1003 hPa mit Bewölkung 8/8. Beim Welle-surfen ist Sedlacek bis 22 Knoten (40 km/h) schnell unter GR2 (Großsegel, 2-fach gerefft).

Zur Zeit befindet er sich gerade südwestlich vom Kap der Guten Hoffnung auf 8° östliche Länge und 44° südliche Breite.

An der Spitze der Vendée Globe führt weiterhin Jean-Pierre Dick, gefolgt von Mike Golding, der sich langsam aber sicher an die Spitze heransegeln konnte. Die zwei weiblichen Teilnehmer von der britischen Insel liegen auf Rang 14 und 15 (ohne die entmastete Gitana mitzurechnen).

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0

Kommentar abgeben