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Saint-Tropez ist für die Les Voiles bereit

1.10.2008 | Allgemein

Im mondänen Mittelmeerort Saint-Tropez, Epizentrum für Glamour und Prominenz, hat sich das Ambiente verändert.

Die sonst dort festliegenden Megayachten haben den Hafen verlassen und Platz gemacht für moderne Segelboote sowie Klassiker, die großteils aus dem benachbarten, nicht weniger elitären Cannes herüber gekommen sind, um an der Les Voiles de Saint-Tropez 2008 teilzunehmen. In diesem Jahr wird nicht nur das zehnjährige Jubiläum dieser Regatta gefeiert, sondern auch die dritte Vergabe der Rolex Trophy, die für die klassische Yacht über 16 Meter Gesamtlänge bestimmt ist, die am Ende des Wettkampfs die wenigstens Punkte aufweist. Die Gruppe dieser Schmuckstücke steht traditionell im Mittelpunkt der Schaulustigen, wenn sie am Dienstag (30. September) einen Tag nach den modernen Booten das erste Mal an den Start geht.

Noch längst nicht ist der Stadt des Tropezer Stadtvaters Bailli de Sufren der Winter eingekehrt. Auch im Hafen von Saint-Tropez herrscht noch fast soviel Betriebsamkeit wie im Hochsommer. Schon das Auslaufen der Hausherren mit ihren gigantischen Motoryachten zog zahlreiche Touristen an. Schnell waren deren Plätze durch Hightech-Maxis wieder belegt, die mit dem Heck zum Hauptdock anlegten und den Zaungästen einen spannenden Blick in ihre modernen Cockpits freigaben. Nicht zu übersehen sind Giganten wir die Wally “Esense”, die ihre Nachbarlieger durch ihre Größe schlicht in den Schatten stellt. Daneben die durchaus um 30 Meter langen “kleinen Schwestern” der Wally-Familie, darunter die beiden deutschen “Y3K” von Claus-Peter Offen aus Hamburg und die “Open Season” von Thomas Bscher aus Köln. Obwohl der Hafen von Saint-Tropez sonst Segelyachten jeder Größe empfängt, sind zwei von ihnen gezwungen, während der Les Voiles draußen vor dem Hafen zu ankern, weil sie so außergewöhnlich riesig sind: die 60 Meter lange “Creole” und die “Senso One”, die früher “Mari Cha IV” hieß und mehr als neun Meter breit ist bei einem Tiefgang von fast sechs Metern.

Segellegenden
Zu den Vorbereitungen auf die Regatta gehört auch das Finetuning der Crews, die sich Strategien zu Recht legen und taktische Varianten durchsprechen. Einer von der erfolgreichsten Größen der Szene ist Paul Cayard an Bord der US-amerikanischen “Moneypenny” von Jim Schartz. Cayard ist schon seit zehn Jahren ein Markenbotschafter für Rolex. Mit fünf Weltmeistertiteln, fünf America’s Cup-Teilnahmen, zwei Olympiakampagnen sowie einem siegreichen Trip rund um die Welt im Whitbread-Rennen 97/98 mit der “EF Language” wurde Paul Cayard 1998 zwangsläufig zum ISAF Rolex Weltsegler des Jahres nominiert. 2007 wurde Cayard von Arnaud Boetsch (Rolex SA) mit einer der ersten Armbanduhren des Modells Rolex Oyster Perpetual Yacht-Master II ausgestattet.

Neben Cayard ist noch eine ganze Reihe weiterer prominenter Segler vor Ort. Xavier Rohart, französischer Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2008 in Qingdao/China in der Starklasse, segelt neben Bruno Jeanjean und Jean Sébastien Ponce an Bord der “Cachou” , eine neue Sly 42. Die bekannte Abenteurerin und Weltumseglerin Isabelle Autissier gehört zur Crew der “Lady First”, und Philippe Presti, Bertrand Pacé und Marc Pajot bereiten sich auf dem Maxi “French Spirit” auf den nächsten America’s Cup vor. Die Cup-Verteidiger Ernesto Bertarelli und Brad Butterworth von Schweizer Team Alinghi haben erneut die US-Yacht “Numbers” gechartert, mit der sie schon den Maxi Yacht Rolex Cup Anfang September in Porto Cervo gewonnen hatten. Philippe Monet, James Spithill, Karol Jablonski und Lionel Péan runden diese eindrucksvolle Liste an Seglern an, von denen alle schon mindestens ein Kapitel in der Geschichte des jüngsten Regattasports geschrieben haben.

Die Designer
Auch die Les Voiles de Saint-Tropez 2008 wird im Zeichen eines der genialsten Yachtdesigner des vorigen Jahrhunderts stehen: Sir Olin James Stephens. Er zeichnete für eine Vielzahl der größten und schönsten Teilnehmeryachten verantwortlich, die über viele Jahrzehnte die Menschen fasziniert haben. Stephens starb wenige Wochen vor Regattabeginn im Alter von 100 Jahren. Zu den weiteren Legenden des Yachtdesigns, deren Handschriften an der Cote d’Azur vertreten sind, gehören Fife, Camper und Nicholson sowie Herreshoff.

Programm der Les Voiles de Saint-Tropez

Klassische Segelboote
Dienstag, der 30. September, Mittwoch, der 1. Oktober, Donnerstag, der 2. (Jean LAURAIN Tag, Challenge Tag und Club 55 Cup), Freitag, der 3. und Sonnabend, der 4.: Küstenwettfahrten, 1. Start 11:00/12:00

Moderne Segelboote
Montag, der 29. September, Dienstag, der 30., Mittwoch, der 1. Oktober, Donnerstag, der 2. (Jean LAURAIN Tag, Challenge Tag und Club 55 Cup), Freitag, der 3. und Sonnabend, der 4.: Küstenwettfahrten, 1. Start 11:30

Die Preisverteilungszeremonie wird am Sonntag, dem 5. Oktober ab 11 Uhr stattfinden (auf Einladung).

Das dritte Jahr in Folge gehört Rolex zum “Partner Club” der Les Voiles de Saint-Tropez. Die von der Société Nautique de Saint-Tropez (SNST) organisierte Regatta ist Teil Rolex Segelsport Portfolios, zum dem mehr als 20 Weltklasse-Segelevents rund um die Welt gehören. Rolex Ist auch Titelsponsor der legendären Regatten wie das das Rolex Middle Sea Race Mitte Oktober auf Malta, das Rolex Sydney Hobart Yacht Race Ende Dezember in Australien und das Rolex Fastnet Race im nächsten August.